Polizei stoppt Frau mit Handy am Steuer, doch dann kommt's anders!
Dreiste Masche: Dieser Anruf hätte beinahe 110.000 Euro gekostet
Eine 73-Jährige im niedersächsischen Barsinghausen hat richtig Glück im Unglück, denn beinahe verlieren sie und ihr Mann einige hunderttausend Euro. Doch eine Polizeikontrolle bewahrt das Ehepaar davor – durch Zufall!
Handy am Ohr wegen Schockanruf
Wie aufgelöst muss diese ältere Autofahrerin gewesen sein, die verbotenerweise am Mittwoch (15. Februar) während der Autofahrt mit dem Handy telefoniert. Neben ihr sitzt ihr 80-jähriger Ehemann in ähnlicher Verfassung. Der Grund ist ein Anruf, angeblich von der Staatsanwaltschaft. Die Nachricht: Ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und die Eltern könnten sie jetzt in Hildesheim gegen eine Kaution von 110.000 Euro aus der Haft befreien.
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Große Summe Bargeld auf dem Schoß
Während das Paar aus Wennigsen auf der Fahrt letzte Informationen bekommt, entdeckt ein Streifenwagenteam die telefonierende Autofahrerin und hält sie an. Bei der Kontrolle gibt die Dame an, sie und ihr Mann müssen zügig nach Hildesheim, um Geld abzugeben. Mitarbeitende der Staatsanwaltschaft seien aktuell am Telefon. „Die Eheleute hatten einen fünfstelligen Teilbetrag der Kaution in bar mit im Auto“, sagt Dennis Schmitt von der Polizeidirektion Hannover auf Anfrage von RTL. Das Geld liegt auf dem Schoß des Ehemanns.
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Beamte retten Paar vor Trickbetrügern
Als der Beamte das Telefon übernimmt, bricht die vermeintliche Staatsanwaltschaft das Gespräch sofort ab. Als die Polizei das Ehepaar aufklärt und diese dann endlich die Tochter anrufen, können die beiden überzeugt werden, dass sie gerade betrogen werden. Die Kontaktaufnahme mit der Tochter, hatten die Betrüger zuvor verboten. Leider konnten die Täter bisher nicht geschnappt werden.
„Die Personalien sind noch komplett im Dunkeln. Da müssen die Ermittlungen erstmal anlaufen“, sagt Schmitt. Leider seien diese Schockanrufe schon eine gängige Masche. „Generell immer misstrauisch sein und im Fall solcher Anrufe, erstmal auflegen und die Polizei anrufen“, so Dennis Schmitt. „Die beste Prävention ist immer noch das Bauchgefühl und dann bei Problemen immer die 110 anrufen.“
Ein Bußgeldbeschied könnte noch ins Haus flattern
Ob die 73-Jährige trotzdem ein Bußgeldzahlen müsse, ist der Polizei nicht bekannt. „Am Ende entscheidet die Bußgeldstelle, ob dazu noch eine Strafzahlung fällig wird, das wären aktuell 100 Euro und ein Punkt.“ (nid)