Zusammenhang mit Fall Schulze?

Bei Drage gefundener Knochen ist menschlicher Kieferknochen

Das Elbufer unweit vom Ort Drage. Spaziergänger hatten am Elbstrand Teile menschlicher Knochen gefunden. Ob ein Zusammenhang zu Straftaten oder Vermisstenfällen besteht, muss noch geklärt werden.
Das Elbufer unweit vom Ort Drage. Spaziergänger hatten am Elbstrand Teile menschlicher Knochen gefunden. Ob ein Zusammenhang zu Straftaten oder Vermisstenfällen besteht, muss noch geklärt werden.
© dpa, Philipp Schulze, phs tba tba

12. April 2021 - 17:23 Uhr

Knochenfund am Elbstrand - Polizei mit ersten Details

Laut dem Sprecher der Hamburger Polizei haben die Untersuchungen der Polizei ergeben, dass es sich bei den gefundenen Knochen am Elbstrand bei Drage im Landkreis Harburg unter anderem um einen menschlichen Kieferknochen handelt. Im nächsten Schritt wird DNA-Material aus dem menschlichen Knochen herausgearbeitet und im Anschluss mit der bundesweiten Datenbank für Vermisste und unbekannte Tote abgeglichen.

Des Rätsels Lösung?

Anfang April hatten Spaziergänger die Knochen am Elbstrand bei Drage gefunden. Die Polizei prüft nun, ob ein Zusammenhang mit dem rätselhaften Verschwinden der Familie Schulze aus Drage im Jahr 2015 bestehen könnte. Bislang ist jedoch unklar, ob überhaupt ein Zusammenhang zu Strafbeständen oder Vermisstenfällen besteht.

Das ungeklärte Schicksal der Familie Schulze

Im Jahr 2015 sind Vater Marco Schulze (damals 41), Mutter Sylvia Schulze (damals 43) und ihre Tochter Miriam (damals 12) kurz vor den Sommerferien spurlos verschwunden. Die Leiche des Familienvaters Marco Schulze wurde kurz nach dem Verschwinden etwa 20 Kilometer elbaufwärts vom Familienwohnort Drage aus der Elbe gezogen. Die Leiche war mit einem 25 Kilogramm schweren Betonklotz beschwert worden und hat bereits mehrere Tage im Wasser gelegen. Die Polizei vermutet, dass der Mann seine Familie tötete und dann Suizid beging. Von der Mutter und Tochter fehlt allerdings bis heute jede Spur. Vielleicht sind nun die gefundenen Knochen des Rätsels Lösung. Aufgrund der Nähe des Fundortes zum Wohnort der Familie kann ein Zusammenhang bisher nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: DPA / RTL.de

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