Trikot-Ehre für NBA-Legende

Mavs bescheren Nowitzki die nächste magische Nacht

Nowitzki bedankt sich bei seiner Frau

Gänsehaut-Alarm in der NBA! Die Dallas Mavericks haben in der Nacht zu Donnerstag Ex-Superstar Dirk Nowitzki mit einer emotionalen Show geehrt. Das Team aus Texas zog das Trikot des Deutschen unter die Hallendecke. Seine Nummer, die 41, werden die Mavs nie wieder vergeben. Nowitzi war von aller dieser Ehre gerührt, verdrückte ein paar Legenden-Tränen und bedankte sich bei seiner Frau.

Besitzer enthüllt kleine Statue

Es ist nicht das erste Mal, dass die Dallas Mavericks ihren Ex-Star zelebrieren und ihm huldigen. Eine Straße ist bereits nach Nowitzki benannt, auf dem Hallen-Parkett sein ikonischer Wurf verewigt, eine Statue vor der Arena ist in Planung. Und schon zum Abschied 2019 hatte der Club wirklich alle Register gezogen, um die Club-Ikone gebührend zu verabschieden. Seine früheren Vorbilder und NBA-Stars wie Larry Bird waren eingeflogen worden. Nun also der nächste Schritt auf der Legendenleiter. Das Jersey unterm Hallendach des American Airlines Center.

Videohighlights seiner Karriere liefen über die Leinwand, Mitspieler blickten auf die gemeinsamen Erfolge zurück und Mavericks-Besitzer Mark Cuban enthüllte schon die kleine Statue Nowitzkis. In großem Format soll sie schon bald vor der Halle grüßen.

Lesetipp: Warum Nowitzki einer der Größten ist

An der Seite von Frau Jessica und seinen drei Kindern Malaika, Max und Morris genoss Nowitzki die gefühlige Feier, zu der neben Ligaboss Adam Silver und Mavs-Besitzer Mark Cuban auch zahlreiche Mitspieler der einstigen Meistermannschaft gekommen waren. Als der gebürtige Würzburger selbst an der Reihe war, zog er einen Spickzettel aus der Tasche und hielt eine launige Dankesrede über rund 20 Minuten.

Ein ganz besonderer Dank galt seiner Familie. „Jess, Du bist das Rückgrat unserer Familie und hältst den Laden am Laufen. Du bist die beste Frau und die beste Mutter. Ich liebe Dich.“

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Nowitzki war die Mavericks

Wenn ein Team das Trikot unter die Hallendecke zieht, dann muss er schon einiges für die Mannschaft erreicht haben. Einiges ist im Falle von Nowitzki natürlich maßlos untertrieben. „Dirkules“ war die Mavericks. Von 1999 bis 2019 – 21 Saison. Er ging durch Höhen und Tiefen, gewann alles, was man gewinnen muss. Der Höhepunkt: 2011 warf er das Team zum NBA-Titel, dem ersten überhaupt. Spätestens dieser Coup machte ihn zur Legende.

Der 14-malige Allstar führt die Statistiken der Franchise in Sachen Punkte, Spiele, Starts, Einsatzminuten, Rebounds, 3-Punkte-Würfe, Freiwürfe und Blocks an und liegt mit 31.560 Punkten als bester Ausländer auf Platz sechs der ewigen Bestenliste der Eliteliga.

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Ohnehin diese Verbundenheit, wie sie es im umtriebigen Profi-Business heutzutage eher selten gibt. Nur der verstorbene Kobe Bryant verbrachte wie er eine ähnliche lange Karriere beim gleichen Team. LeBron James ist inzwischen zum Beispiel schon mit gleich drei Teams Meister geworden (Eine andere Leistung für sich). Nowitzki aber blieb den Mavs treu und begeisterte die Fans und Menschen vor allem auch abseits des Feldes. Nie abgehoben, immer bodenständig. Während andere ihre Protz-Karren zur Show fuhren, kurvte Nowitzki lange Zeit mit einem Mittelklasse-Wagen zum Training.

Auch nach seinem Karriereende im April 2019 ist er den Mavericks verbunden geblieben, inzwischen als eine Art Berater tätig. Er wisse selbst nicht so genau, was sein Job ist, witzelte er auf einer Pressekonferenz.

Nach seinem Abgang entwickelten sich die Mavs weiter, emanzipierten sich ein Stück weit von Nowitzki, Kronprinz Luka Doncic übernahm. Zwei Mal in Folge reichte es für die Playoffs, allerdings nur die erste Runde.

Aktuell kämpfen die Mavs mit 20 Siegen und 18 Niederlagen im vorderen Mittelfeld um den Anschluss und gegen den Corona-Irrsinn Omikron. Umso schöner sind in solchen Zeiten die Erinnerungen an die erfolgreichen Nowitzki-Jahre. Nun auch für immer unter dem Hallendach verewigt. (msc)