Ekel-Alarm im Herbst

Diese Krabbeltiere schwirren gerade durch unsere Wohnungen

19. September 2019 - 12:35 Uhr

Der Sommer endet, die Krabbeltiere kommen

So langsam endet der Sommer und es beginnt nicht nur der Herbst, sondern auch die Zeit, in der ein ungebetener Gast in viele Wohnungen eindringt: Die Winkelspinne! Doch die Achtbeiner sind nicht die einzigen Tierchen, die sich aktuell in unserem trauten Heim einnisten könnten. Auch Kräuseljagdspinnen, Stinkwanzen und Graue Gartenwanzen suchen sich bei uns gerne ein warmes Plätzchen zum Überwintern. Wir erklären, warum die Krabbeltiere jetzt vermehrt auftauchen und ob sie gefährlich sind.

Die Kräuseljagdspinne

Die Kräuseljagdspinne ist zwar eigentlich in wärmeren Regionen wie dem Mittelmeerraum, Australien oder Südafrika beheimatet, hat aber aufgrund des Klimawandels ihren Weg nach Deutschland gefunden. Bisher wurde sie in Herbst und Winter unter anderem in München und am Oberrhein entdeckt. Mit ihren circa zwei Zentimetern Körperlänge, den acht langen Beinen und ihrem haarigen Äußeren sieht die Kräuseljagdspinne einer Vogelspinne ziemlich ähnlich. Angst müssen wir vor ihnen aber nicht wirklich haben. Sie ist zwar wie alle Webspinnenarten giftig, aber ihre Klauen können nur selten die menschliche Haut durchdringen. Schafft sie es doch mal, besteht keine Lebensgefahr. Lediglich eine allergische Reaktion kann als Folge eines Bisses auftreten.

Die Stinkwanze

Wenn der Herbst sommerliche Temperaturen mitbringt, bedeutet dies leider auch: Stinkwanzen können sich überdurchschnittlich vermehren. Wenn es dann kälter wird, benötigen die sechsbeinigen Krabbeltiere ein warmes Plätzchen zum Überwintern und finden sich dabei gerne mal in unserer Wohnung. Die circa 13 Millimeter großen Tierchen sind zwar ungefährlich und richten keinerlei Schaden an, sie können aber zu einer lästigen Plage in den eigenen vier Wänden werden. Wenn Sie eine Stinkwanze in Ihrem Zuhause entdecken, sollten Sie sofort handeln. Ein Weibchen kann bis zu 100 Eier legen, also gilt: Weg damit, bevor sich die Krabbler vermehren. Sie können gegen die Plagegeister mit einfachen Hausmitteln vorgehen. Übrigens: Sie sind kein Zeichen fehlender Sauberkeit!

Die Winkelspinne

Wie wir Menschen bevorzugt die Winkelspinne eine warme und trockene Umgebung. Während sie im Sommer in Mauerspalten und unter Steinen lebt, nistet sie sich im Spätsommer und Herbst gerne in unseren Wohnzimmern ein. Das Krabbeltier, das bis zu zehn Zentimeter Durchmesser haben kann, sorgt bei so manchem für Schreck und Ekel. Vielleicht ja ein wenig zurecht, denn die Winkelspinne kann auch beißen, wenn sie sich bedrängt fühlt. Das ist zwar nicht gesundheitsgefährdend, kann aber ein wenig unangenehm sein. Die Folgen eines Bisses sind Rötungen und ein leichtes Brennen. Allerdings kommt es zu einem Biss jedoch so selten, dass wir wirklich keine Angst haben müssen und die Winkelspinne vorsichtig nach draußen setzen können, statt sie zu töten. Wie Sie die Tiere im Eigenheim bekämpfen können, zeigen wir im Video.

Die Graue Gartenwanze

Wie die anderen Tierchen suchen auch Graue Gartenwanzen im Herbst nach warmen Räumen und können so in Wohnungen landen. Sie sind graugelb bis braun und haben am Hinterleib ein schwarz-gelbes Muster. Die Wanzen stechen oder beißen nicht, sie geben lediglich bei Berührung ein ungefährliches, stinkendes Sekret ab. Die Bekämpfung erfolgt wie bei den Stinkwanzen.