Motorsport trauert

Die Formel 1 nimmt Abschied von Max Mosley

Max Mosley und der jetzige FIA-Präsident Jean Todt
Max Mosley und der jetzige FIA-Präsident Jean Todt
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25. Mai 2021 - 16:17 Uhr

Die Formel 1 würdigt Max Mosley

Die Formel 1 hat von dem früheren Motorsport-Boss Max Mosley Abschied genommen. Sir Frank Williams, Legende des Sports, kondolierte, auch der aktuelle FIA-Chef Jean Todt meldete sich mit emotionalen Worten.

"Als würde man einen Bruder verlieren"

"Max hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Welt des Motorsports, aber auf persönlicher Ebene spielte er eine wesentliche Rolle bei der Gründung des Williams-Teams. Er war ein kluger, talentierter Mann und sein Verlust wird von allen, die ihn kannten, tief empfunden werden", schrieb der ehemalige Formel-1-Teamchef Sir Frank Williams am Dienstag. Weitere Rennställe wie Mercedes oder Ferrari gedachten des früheren Präsidenten des Weltverbandes.

Mosley habe als FIA-Chef den Sport "in eine neue Ära geführt, die von verbesserter Sicherheit und technologischer Innovation geprägt war, und dafür wird er immer in guter Erinnerung bleiben", so der 79-jährige Williams weiter. Seine Gedanken seien bei Mosleys Familie und Freunden.

Mosley war am Sonntag im Alter von 81 Jahren an Krebs gestorben. Als einer der ersten Weggefährten hatte Bernie Ecclestone mit Bestürzung auf den Tod reagiert. "Es ist so, als würde man ein Familienmitglied, einen Bruder verlieren. Er hat viele gute Dinge getan, nicht nur im Motorsport, auch in der Autoindustrie. Er war sehr gut darin, dafür zu sorgen, dass die Leute Autos bauen, die sicher sind", sagte er der BBC.

"Die gesamte FIA-Community würdigt ihn"

Der frühere Formel-1-Pilot David Brabham betonte die Veränderungen, die Mosley angestoßen habe: "Ich glaube nicht, dass viele Menschen verstanden haben, wie viel Max Mosley für den Motorsport und unsere Sicherheit getan hat."

Brabham fuhr 1994 im gleichen Team (Simtek) wie Roland Ratzenberger, der in Imola durch einen Crash ums Leben kam. Am gleichen Wochenende starb auch F1-Legende Ayrton Senna. Mosley setzte sich anschließend vehement für mehr Sicherheit im Motorsport ein.

Mosley Vorgänger und jetziger FIA-Präsident Jean Todt schrieb: "Ich bin tief betrübt über den Tod von Max Mosley. Er war eine wichtige Figur in der Formel 1 und im Motorsport. Er war 16 Jahre lang FIA-Präsident und trug in der Zeit maßgeblich zur Verbesserung der Sicherheit auf der Strecke und auf der Straße bei. Die gesamte FIA-Community würdigt ihn. Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie."

Auch die Formel 1 meldete sich zu Wort: "Wir sind traurig zu hören, dass Max Mosley verstorben ist. Er war eine große Figur in der Entwicklung der F1. Unsere Gedanken sind in dieser Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden." (msc)