12. Juni 2019 - 18:20 Uhr

Und auf einmal ist es so weit: Der kleine Knirps kommt auf die Welt

Neun Monate trägt man das kleine Würmchen in sich und dann kommt auf einmal der Tag, an dem es zur Welt kommen soll. Der Tag, an dem die Mutter ihr Baby aus sich herauspressen soll. Kein Wunder, dass viele Frauen – und auch Männer – Angst davor haben. Ist doch jede Geburt auf ihre Weise einzigartig. Doch was können werdende Eltern gegen diese Geburtsängste machen? Wir haben mit einer Hebamme gesprochen.

Die Angst vor der Geburt ist ganz normal

Egal, ob Neuland oder nicht: Eine Geburt stellt wohl alle werdenden Eltern vor immer wieder neue Herausforderungen – und auch Ängste. Hat man doch schon viele Horrorgeschichten von Komplikationen und kaum auszuhaltenden Schmerzen bei den Wehen gehört. Und dann ist da auch noch der Dammriss! Doch keine Panik, ehrlich! Denn durch zu große Ängste verkrampft sich der Körper und die Geburtswehen dauern länger. Mit diesen Tipps, lassen sich die Sorgen vor der Geburt gut unter Kontrolle bekommen.

1. Vorab schon die Geburtsklinik oder das Krankenhaus aussuchen

Erfahrungsberichte aus dem Bekanntenkreis oder dem Internet können bei dieser Entscheidung helfen. Am besten fahren Sie mal hin und schauen sich die Räumlichkeiten an, nehmen an Kreißsaal-Führungen oder entsprechenden Informationsabenden teil. "Es beruhigt Mütter, wenn sie wissen, wo sie ihr Kind bekommen werden", sagt Hebamme Hanna Marder. Außerdem kann es beruhigend wirken, wenn man vorab schon einmal die Ärzte und Geburtshelfer kennenlernt.

2. Informieren Sie sich, was Ihnen bevorsteht

Es gibt zahlreiche Fachbücher, die einem den Ablauf einer Geburt erklären. Oder aber man spricht mit einer Hebamme, der Frauenärztin oder einer vertrauten Person aus dem eigenen Umfeld, die bereits eine Geburt hinter sich hat, darüber. Der Austausch über die Ängste ist vor einer Geburt besonders wichtig. Erst einmal kann so den Sorgen Raum gegeben werden. Und zweitens können Experten so die Ängste mildern und Ratschlag geben.

3. Die richtige Vorbereitung

"Geburtsvorbereitungskurse können definitiv viele Ängste vorwegnehmen – es gibt ja auch welche mit den Männern zusammen", sagt Marder. Dort wird besprochen, wie man sich richtig verhält, wenn's denn so weit ist. Und vor allem lernt die werdende Mutter die verschiedenen Atemtechniken kennen, wie zum Beispiel beim Yoga oder Meditation. Die Übungen helfen, den Geist und die Muskeln zu entspannen.

4. Gemeinsam mit dem Partner

Zu zweit ist man weniger alleine – dies gilt auch bei der Geburt. Fragen Sie Ihren Partner, ob er bei der Geburt dabei sein möchte: zur mentalen und körperlichen Unterstützung.

5. Positiv denken – die Einstellung macht's!

Wie in anderen schwierigen Lebenslagen auch, stärkt uns positives Denken mental. Machen Sie sich immer wieder bewusst, was für ein unglaublich magischer Moment so eine Geburt ist. Nach all den Monaten des Wartens ist es endlich so weit: Der kleine Schatz erblickt das Licht der Welt. Außerdem: Wenn der Arzt sich keine Sorgen um Ihre Geburt macht, müssen auch Sie sich keine machen. Schließlich sind Sie nicht die erste Frau, die ein Kind zur Welt bringt. Das haben bereits gaaanz viele vor Ihnen auch geschafft. Vertrauen Sie Ihrem eigenen Körper, dass er das schon meistern wird.

6. Hypnobirthing zur Vorbereitung

"Bei dieser Methode wird die Psyche durch mentale Vorbereitung gestärkt und der Angst wird entgegengewirkt", sagt Hebamme Hanna Marder. Hypnobirthing ist eine Art von Selbsthypnose und eine natürliche Methode, um Geburtsschmerzen zu mindern. Für diese Geburtsvorbereitung gibt es spezielle Kurse.