Warum der Weg in die Formel 1 so schwer ist

David Schumachers großer Traum droht zu platzen

David Schumacher mit Vater Ralf.
David Schumacher mit Vater Ralf.
Imago Sportfotodienst

David Schumacher hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will in die Formel 1. Der Weg dorthin aber ist brutal schwierig. Der Neffe von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher erklärt, warum das so ist.

Zwei Millionen Euro für ein Formel-2-Cockpit

Der Weg in die Motorsport-Königsklasse ist steinig. Sehr steinig. Das weiß auch David Schumacher. "Mein Ziel ist es nach wie vor, eines Tages in die Formel 1 zu kommen", sagte der Sohn von Ex-F1-Fahrer Ralf Schumacher „motorsport-total.com“: "Die Frage ist nur, wie man dort hinkommt. Das ist ohne Formel 2 und Formel 3 nicht möglich. Dafür braucht man aber Sponsoren."

Vor allem das liebe Geld spielt eine entscheidende Rolle. Dafür benötigt man finanzkräftige Unterstützer. Die allerdings brauchen Aussicht auf einen Gegenwert. Für ein Cockpit in der Formel 2 müsse man derzeit mehr als zwei Millionen Euro auf den Tisch legen, ohne den Sponsoren einen adäquaten medialen Gegenwert bieten zu können, erklärte Schumacher.

"Da muss sich definitiv etwas verbessern"

Der 20-Jährige nimmt den Unterbau des Motorsports in die Pflicht. "Die FIA Formel 2 und die FIA Formel 3 machen da richtig schlechte Arbeit. Es gibt daher an diesen Meisterschaften, in denen man so viel Geld braucht, fast kein Sponsoreninteresse."

Einen Grund dafür sieht er in der medialen Verwertung. Die Formelserien werden in vielen Ländern nicht im Free-TV übertragen. "Man braucht Pay-TV - und muss zahlen, damit man das anschauen kann. Wie viele Leute machen das für zwei Serien? Da schalte ich doch den Fernseher ein und schaue Formel 1 im Free-TV“, so Schumacher. Und weiter: "Da muss sich definitiv etwas verbessern, damit diese Meisterschaften interessanter werden."

Der 20-Jährige fährt in dieser Saison für das Team Winward Racing in der DTM. Er sei allerdings "nicht sicher, ob mir das Auto dabei hilft, etwas für den Formelsport zu lernen". Die aktuellen DTM-Autos seien seriennahe Sportwägen, die kaum aerodynamischen Abtrieb aufbauen: "Das ist eine andere Welt." (msc/sid)