Funktioniert leider gut

Dating-Masche Dogfishing: Das steckt dahinter

Dogfishing
Bei Dogfishing handelt es sich um eine Dating-Masche, die Frauen um den Finger wickeln soll - mit tierischer Unterstützung.
IMAGO / Westend61

Bei Dating-Apps oder Flirt-Portalen haben es Männer häufig schwerer als Frauen. Sie bekommen viel weniger „Matches“ und müssen oft zahlreiche Damen anschreiben, um überhaupt ein Date zu ergattern. Deswegen bemühen sich viele Herren um noch bessere Dating-Profile. So kam es auch zur neuen Dating-Masche „Dogfishing“, die immer beliebter wird. Wir sagen, was dahinter steckt.

Worum es bei "Dogfishing" geht

Mindestens genauso fragwürdig wie Catfishing, Sneating und andere Dating-Trends, aber letztendlich wohl weniger problematisch ist „Dogfishing“. Dabei präsentieren sich Männer auf Dating-Plattformen mit Hunden, die ihnen gar nicht gehören.

Frauen lieben süße Hunde, genau das wissen die Dogfisher und leihen sich daher den Hund des besten Kumpels, des Kollegen oder des Nachbarn für ein paar Fotos aus. Die Bilder stellen sie dann ins Netz und hoffen, so schneller an Dates zu kommen.

Und es funktioniert! Studien zufolge wirken Hundebesitzer attraktiver, als Männer die keinen Hund haben. Auch gelten Hundebesitzer allgemein als freundlich, loyal und bodenständig – genau das, was viele Frauen sich auch von ihrem Partner erhoffen. Tierliebe Kerle gelten oft auch als kinderlieb. Diese Eigenschaft ist natürlich bei einem potentiellen Partner ebenso wichtig und kommt bei Flirt-Portalen deshalb gut an.

Ist die Dating-Masche wirklich schlimm?

Beim Treffen selbst geben die Männer meist recht schnell zu, dass der süße Hund auf dem Profilbild im Netz eigentlich nicht ihnen gehört. Dann ist es der Frau überlassen, wie sie darauf reagiert. Natürlich handelt es sich um eine kleine Lüge, aber diese kann man eigentlich verzeihen, oder?

Falls es Ihnen wirklich sehr wichtig ist, dass der zukünftige Partner einen Hund hat, ist die Enttäuschung natürlich verständlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Dogfisher tatsächlich tierlieb ist und Hunde mag, ist allerdings relativ hoch. Denn ansonsten würde er sich wohl gar nicht erst mit den Hunden abgeben, geschweige denn Fotos mit ihnen ins Netz stellen. Der Hund kann also immer noch folgen, wenn es funkt und aus dem Flirt eine ernsthafte Beziehung wird.

Außerdem: Würden Sie sich tatsächlich mit einem Mann verabreden, nur weil er einen Hund hat? Das wäre ein bisschen traurig und ist wohl bei den meisten Damen, die sich mit einem Dogfisher verabredet haben, nicht der Fall. Insofern ist das Interesse an dem betreffenden Mann sowieso vorhanden. Und das ist nun mal die Basis für mehr.

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Wie erkennt man "Dogfishing" in Dating-Apps?

Es gibt einige Tipps und Tricks, mit denen Sie Dogfisher entlarven können. Fragen Sie den betreffenden Mann zum Beispiel Dinge, die Hundebesitzer eigentlich wissen sollten. Welche Rasse ist es? Kommt hier eine ausweichende Antwort wie „Ach, das weiß ich nicht, aber der ist echt niedlich“, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund nicht ihm gehört.

Auch wie der Mann sich mit dem Hund präsentiert, kann Ihnen verraten, ob er mit Hunden vertraut ist oder eher nicht. Posiert er mit dem Hund, indem er ihn wie einen Gegenstand präsentiert oder unangemessen abknutscht? Wirkt das Tier auf den Bildern gestresst? Solche und weitere Anzeichen können Hinweise darauf sein, dass das Bild gestellt ist. (imi)