Dank künstlicher Befruchtung

Mexikanerin bringt Fünflinge zur Welt

26. März 2019 - 17:32 Uhr

Fünf gesunde Babys durch künstliche Befruchtung

Es ist ein kleines Wunder: Schon seit Jahren versuchen die Mexikaner Carmelo Cruz und seine Frau, ein Kind zu bekommen. Doch alle Versuche blieben erfolgslos. Dass sie jetzt stolze Eltern von fünf kleinen Babys sind, ist ein Phänomen - denn nur eine von 52 Millionen Schwangerschaften bringt Fünflinge hervor. Sehen Sie die glücklichen Eltern und die süßen Babys im Video.

Die Medizin macht es möglich

Zwillinge sind schon eine Rarität, aber Fünflinge eine absolute Seltenheit. Als es auf natürlichem Weg nicht funktionierte, halfen Carmelo Cruz und seine Frau medizinisch nach und versuchten, durch künstliche Befruchtung ein Kind zu bekommen. Aus einem Wunschkind wurden gleich fünf. Und auch der zuständige Gynäkologe, Óscar Moreno Álvarez, ist freudig überrascht: "Ich bin sehr glücklich und aufgeregt. Die Möglichkeit, dass es passiert, ist äußerst gering. Es ist sehr unwahrscheinlich."

Die moderne Reproduktionsmedizin macht es möglich. Sie bietet verschiedene Techniken an, die jeweils auf die individuelle und gesundheitliche Situation des Paares angepasst werden. Doch wie funktioniert die künstliche Kinderwunschbehandlung und warum werden durch künstliche Befruchtungen oft Zwillinge oder sogar Mehrlinge geboren?

Wie funktioniert die künstliche Befruchtung?

Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) findet die Befruchtung nicht im Körper der Frau statt, sondern "künstlich" in einer Petrischale. Dabei ist eine Hormonbehandlung der Frau fast immer notwendig. Nach der Hormonbehandlung entnimmt der Arzt Eizellen aus dem Eierstock der Frau und bringt sie in einem Reagenzglas mit den Samen des Mannes zusammen.

Gelingt die Befruchtung, kommen die Eizellen erstmal in einen Brutschrank, wo sie sich weiterentwickeln. Anschließend werden ein bis höchstens drei der entstandenen Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt.​

Risiken einer Mehrlingsschwangerschaft

Um eine Schwangerschaft zu garantieren, werden in einigen Ländern, statt maximal drei, mehr Embryonen eingesetzt. Dabei besteht die Gefahr, dass sich eine Mehrlingsschwangerschaft entwickelt. In Deutschland ist dies nicht erlaubt, da die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind sehr hoch sind. Oft kommt es bei Mehrlingsschwangerschaften zu Frühgeburten, die Kinder sind unterentwickelt, kommen in manchen Fällen behindert zur Welt und auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt.

Die Familie Cruz hatte Glück: Alle fünf Babys kamen gesund zur Welt – ein echtes Wunder.