Kausal-Verdacht besteht

Zwölfjähriger Junge stirbt nach Corona-Zweitimpfung

05. November 2021 - 9:58 Uhr

Erste Erkenntnisse legen Zusammenhang mit Impfung nahe

Schreckliche Nachrichten aus dem Kreis Cuxhaven: Ein zwölf Jahre alter Junge ist circa 48 Stunden nach seiner zweiten Corona-Impfung gestorben. Der Verdacht besteht, dass der Tod in Zusammenhang mit der Impfung besteht, wie der Landkreis Cuxhaven am Mittwoch mitteilte. Wie so etwas möglich ist, erklärt Experte Christoph Specht im Video.

Warten auf den Obduktionsbericht

Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wird untersucht, ob der Tod des Kindes auf die Corona-Impfung zurückzuführen ist.
Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wird untersucht, ob der Tod des Kindes auf die Corona-Impfung zurückzuführen ist.
© RTL

Wegen des zeitlich engen Zusammenhangs zwischen Todeszeitpunkt und Impfung sei vom Gesundheitsamt die Obduktion des Leichnams in Auftrag gegeben worden, die auch bereits erfolgt sei, teilte der Kreis mit.

"Zwar liegt der abschließende Obduktionsbericht noch nicht vor, das vorläufige Obduktionsprotokoll legt jedoch bereits nahe, dass der Tod des Kindes in Folge der Impfung eingetreten ist", hieß es in einer Mitteilung.

Mit Blick auf Vorerkrankungen des Kindes könne nach Angaben des Rechtsmedizinischen Instituts des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf vor der Auswertung von Feingewebe-Untersuchungen eine mögliche andere Ursache jedoch noch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Ergebnisse sollten noch am Donnerstag vorliegen. Es wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer verwendet.

Schwere Komplikationen sind nie ausgeschlossen

Laut des Arztes und Medizinjournalisten Christoph Specht können Komplikationen nie ausgeschlossen werden: "Wenn Impfungen auch in tausenden von Fällen sehr sicher sind, auch bei Kindern, dann schließt das eben doch nicht aus, dass einzelne Fälle nicht gut verlaufen, sondern mit schweren Komplikationen bis hin zum Tod einhergehen."

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Extrem seltenes Phänomen

Gemeldete Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen sind extrem selten. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) führt bis 30. September fünf solcher Verdachtsfälle auf, die sich auf einen tödlichen Ausgang im Abstand von zwei bis 24 Tagen nach Impfung mit dem Produkt von Biontech beziehen. Bei mindestens drei der Jugendlichen bestanden laut PEI schwere Vorerkrankungen. Bisher wurden circa 1,9 Millionen Kinder zwischen 12 und 17 Jahren gegen das Coronavirus geimpft. (dpa/mli)