Trotzdem sicher?

Giftige Substanz in Corona-Schnelltest-Sets gefunden

In Corona-Selbsttest-Set des südkoreanischen Herstellers SD Biosensor soll eine giftige Substanz enthalten sein.
In Corona-Selbsttest-Set des südkoreanischen Herstellers SD Biosensor soll eine giftige Substanz enthalten sein.
© imago images/Eckhard Stengel, Eckhard Stengel via www.imago-images.de, www.imago-images.de

03. Mai 2021 - 9:01 Uhr

Giftige Chemikalie in Testflüssigkeit

Eine giftige Substanz in einem Corona-Schnelltest-Set hat nach einem Medienbericht zu Besorgnis bei Eltern in Hamburg geführt. Offenbar handelt es sich um eine Chemikalie in der Reagenzflüssigkeit, in die das Teststäbchen nach dem Abstrich gesteckt wird. Die Hamburger Schulbehörde sagte allerdings, die Tests seien sicher.

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Zwei Millionen Tests betroffen

Es geht um die Substanz Triton X-100. Sie soll in knapp zwei Millionen Tests des koreanischen Herstellers SD Biosensor in Hamburger Schulen und Kitas im Einsatz sein. Die zuständige Gesundheitsbehörde bestätigte entsprechende Berichte und auch, dass die Substanz giftig sei. Gleichzeitig warnte sie jedoch vor Panikmache.

"Das ist aber nicht etwas, mit dem man physisch in Berührung kommt", sagte Behördensprecher Martin Helfrich. Lediglich der Tupfer werde nach dem Entnehmen der Probe aus der Nase in die Flüssigkeit getaucht. Von dieser würden dann nur wenige Tropfen in die Testkassette gegeben. Außerdem sei der Test vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen.

Auch die Hamburger Schulbehörde stuft den Fall offenbar als harmlos ein. "Die Schnelltests sind geprüft und gesundheitlich unbedenklich", betonte Peter Albrecht, Sprecher der Behörde, Neben der Freigabe durch das Bundesamt hätten die an Schulen eingesetzten Tests eine vom Paul-Ehrlich-Institut zusätzlich durchgeführte Evaluierung bestanden.

Bei Kontakt gründlich ausspülen

Der SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test wird von Roche Diagnostics vertrieben. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, auf dem Beipackzettel werde allgemein auf Gefahrstoffe hingewiesen. Die Substanz Triton X-100 solle man nicht trinken und sich auch nicht in die Augen kippen. Wenn es doch passiere, sei es ratsam, gründlich mit Wasser zu spülen. Unter 18-Jährige sollten die Tests unter Aufsicht Erwachsener machen.

Offenbar ist das Problem mit der giftigen Substanz bekannt. Denn das Unternehmen hat inzwischen reagiert und weitere Test ohne die Substanz geliefert. Trotzdem sollen auch die alten Schnelltest der Marke Roche weiterhin in Hamburg verwendet werden, denn sie gelten laut Paul-Ehrlich-Institut als "medizinisch unbedenklich".

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