Das empfiehlt die Bundesregierung

Corona-Schutz im Herbst und Winter: So lüftet man richtig

Ständiges Lüften ist im Herbst besonders wichtig.
© iStockphoto, Srdjan Pavlovic

27. September 2020 - 17:48 Uhr

Viel Lüften, um Corona-Risiko zu mindern

Die Bundesregierung rät vor allem in der kälteren Jahreszeit dringend zu ausreichendem Lüften von Räumen, um das Risiko von Corona-Infektionen zu mindern. Gut gelüftet werden sollten demnach alle Innenräume, in denen sich mehrere Personen nicht nur kurzfristig aufhalten. So heißt es in einer Empfehlung, die das Arbeitsministerium veröffentlicht hat.

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Mindestens 5 Mal pro Stunde lüften

Die "Kommission Innenraumlufthygiene" des Umweltbundesamts empfiehlt vor allem in der Schule in jeder Pause "intensiv bei weit geöffneten Fenstern" zu lüften, spätestens nach 45 Minuten Unterricht.

Fenster dauerhaft gekippt zu halten, reiche dagegen auch in Privathaushalten nicht aus. Frischluft sei unabhängig von weiteren Schutzmaßnahmen wie Mindestabständen, Hygieneregeln oder Mund-Nase-Masken notwendig. Dazu gehört auch in Wohnräumen: häufiger Stoßlüften, wenn Besuch im Haushalt ist. Auch, wenn der Besuch noch da ist.

Komme es "bei einzelnen Personen zu Krankheitssymptomen wie wiederholtem Niesen oder Husten", solle "unmittelbar gelüftet werden", schreibt das Umweltbundesamtes. Das gelte ebenso nicht nur für Klassenzimmer, sondern auch für Büros und Wohnungen. Räume, in denen Sport getrieben werde, sollten deutlich häufiger gelüftet werden – die Kommission empfiehlt fünfmal pro Stunde oder öfter.

Auch andere Regeln für Lüftungsanlagen

Bei Lüftungsanlagen empfehlen die Experten unter anderem eine Erhöhung der Außenluftzufuhr. "Mehr Frischluftzufuhr, weniger Umluft", so Arbeitsstaatssekretär Björn Böhning. Bei Anlagen mit ausschließlichem Umluft- oder Mischluftbetrieb könne demnach der Einbau zusätzlicher Filter gut sein, da Viren durch zurückgeführte Luft im Raum verteilt werden können.

Geeignet sein könnte auch ein zusätzliches Abtöten von Viren etwa durch UVC-Bestrahlung, also Ultraviolettstrahlung. Ob und wie eine Nachrüstung mit Filtern oder Desinfektionsstufen funktioniere, müsse aber im Einzelfall geprüft werden.

Wichtig sei zudem, die Funktionsfähigkeit der Anlagen zu prüfen, nötige Reparaturen zu erledigen und Filter auszutauschen. Die Empfehlungen der Regierung erstrecken sich auf raumlufttechnische Anlagen insgesamt, also etwa auch andere Lüftungsanlagen.

Video: Corona-Strategie für den Winter

Richtiges Verhalten in geschlossenen Räumen

Zusätzlich zum Lüften sollte laut Regierung die Belegung von Räumen auf das notwendige Minimum begrenzt werden. Abstandsregeln sollten beachtet, geeignete Abtrennungen angebracht und Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.

Allgemein gelte: Je kleiner die Frischluftmenge – desto höher die Zahl der Viren in der Luft. Desto geringer sollte dann auch die Aufenthaltsdauer in geschlossenen Räumen sein, so die Regierung.

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Quelle: DPA, RTL.de