Sterblichkeitsrate nach Risikogruppen

Für wen ist das Coronavirus besonders gefährlich?

Coronavirus - China
© dpa, Uncredited, nwi

28. März 2020 - 10:18 Uhr

Covid-19: Frühe Auswertung aus China zeigt Risikogruppen

In China haben Experten die Daten von mehr als 44.000 Coronavirus-Patienten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, wer besonders gefährdet ist, am Sars-CoV-2-Virus zu sterben. Am höchsten ist die Gefahr demnach für Männer ab 50.

Darauf deutet zumindest diese frühe Analyse aus dem Februar hin. Aktuell warnt das Robert Koch-Institut aber: Das Coronavirus kann auch junge, gesunde Menschen schwer treffen!

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Covid-19: Die Sterblichkeit nach Altersgruppen verteilt

Sterblichkeitsrate Coronavirus nach Alter
Sterblichkeitsrate Coronavirus nach Alter
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Männer ab 50 offenbar besonders gefährdet, an den Folgen des Coronavirus zu sterben

Das Geschlecht scheint eine Rolle zu spielen. So wurden zwar etwa gleich viel Männer und Frauen mit dem Virus infiziert, aber bei den Männern lag die Sterblichkeitsrate bei 2,8%. Bei den Frauen nur bei 1,7%. Und: Je älter, desto höher das Todesrisiko: Während bei Männern ab 50 das Risiko bei einer Ansteckung zu sterben, deutlich steigt, sind Menschen ab 80 Jahren dem Sterberisiko unmittelbar ausgesetzt.

Gründe liefern die chinesischen Forscher in ihrer Studie allerdings nicht.

Coronavirus: Risiko durch Vorerkrankungen

Gerade zu Beginn der Epidemie wurden die ersten Todesfälle auf Vorerkrankungen zurückgeführt. Die höchste Sterblichkeitsrate gibt es bei Infizierten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen:          10,5% Sterblichkeitsrate
  2. Diabetiker:                                       7,3% Sterblichkeitsrate
  3. Atemwegserkrankungen:                   6,3% Sterblichkeitsrate
  4. Bluthochdruck:                                 6,0% Sterblichkeitsrate
  5. Krebs:                                             5,6% Sterblichkeitsrate

Viel höhere Ansteckungsgefahr als bei Sars

Die Studie zeigt auch: Das Coronavirus ist hoch ansteckend. "Es hat sich extrem schnell innerhalb von nur 30 Tagen von einer einzigen Stadt in das ganze Land verbreitet", sagt Yanping Zhang von der chinesischen Seuchenkontrolle.

Obwohl es aktuell noch keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt, raten Ärzte zu anderen Impfungen - etwa gegen die Grippe. Außerdem haben wir Gesundheitsexperten gefragt: Mundschutz, Händewaschen, Desinfektion - Was schützt am besten vor dem Coronavirus? Wie sich die Infiziertenzahlen aktuell in Ihrem Bundesland entwickeln, zeigt unsere interaktive Karte zur Corona-Pandemie.