Darüber sprechen Bund und Länder

Auch für Geimpfte: Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten!

21. Dezember 2021 - 8:12 Uhr

Ab dem 28. Dezember: Neue Corona-Maßnahmen?

Die Zahl der Neuinfektionen hat sich in den letzten Tagen zwar etwas stabilisiert, doch mit Blick auf die heranrollende Omikron-Variante will die Bundesregierung kurzfristig neue Corona-Maßnahmen ergreifen. Am Dienstag treffen sich Bund und Länder zu einer neuen Ministerpräsidentenkonferenz, auf der über neue Maßnahmen – noch in diesem Jahr – gesprochen werden soll. RTL/ntv liegt die Vorlage zur Konferenz der Regierungschefs der Länder vor. Sollte es dabei bleiben, wird es noch einmal deutliche Einschränkungen geben – für Ungeimpfte UND Geimpfte.

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Expertenrat in Sorge vor Omikron

Die neue Virusvariante Omikron erfüllt den Corona-Expertenrat der Bundesregierung mit Sorge. Blickt man beispielsweise nach Großbritannien, wo die neue Variante das Land schon fest im Griff hat, kann man sich leicht vorstellen, dass es so bald auch in Deutschland aussehen könnte. Denn die neue Variante breitet sich deutlich schneller und einfacher aus, kann also deutlich schneller Menschen infizieren – und das sogar auch bereits Geimpfte und Genesene.

Deshalb will die Bundesregierung handeln und möglichst schnell neue Maßnahmen beschließen.

Schon vorher hatten Politikerinnen und Politiker mit neuen härteren Maßnahmen gerechnet.

Neue Corona-Regeln: Diese Punkte planen Bund und Länder

  • "Dringende" Empfehlung für Impfungen:
    Dazu soll auch an Weihnachten und Silvester weiter geimpft werden. Bis Ende Januar 2022 sollen weitere 30 Millionen Impfungen (Booster-, Erst- und Zweitimpfung) erreicht werden.
  • Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte:
    Sollen weiterhin gelten: 2G bei Veranstaltungen, Kinos, Theater, Restaurants, etc., sowie beim Einzelhandel (Ausnahme: Geschäfte des täglichen Bedarfs.), private Treffen mit ungeimpften Personen: eigener Haushalt plus höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes.
  • Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene:
    Ab dem 28. Dezember sollen private Zusammenkünfte (im Innen- wie Außenbereich) von Geimpften und Genesenen nur noch mit maximal 10 Personen erlaubt sein. Kinder bis 14 Jahre sind von der Regelung ausgenommen. Silvesterfeiern mit einer großen Personenanzahl seien aktuell nicht zu verantworten. Ist auch nur eine ungeimpfte Person anwesend, gelten die Regeln für Ungeimpfte.
  • Aufforderung zu Eigenverantwortung während der Feiertage:
    Die Regierungschefs bitten alle Bürgerinnen und Bürger die Weihnachtsfeiertage verantwortungsbewusst zu begehen. Die Zahl der Kontakte, sowie AHA-Regel sollen eigenverantwortlich begrenzt werden.
  • Empfehlung von Vorsorgetestungen bei Treffen (geimpft und ungeimpft):
    Bei allen Treffen mit mehreren Personen (außerhalb des eigenen Haushalts) wird eine vorsorgliche Testung empfohlen – auch für Geimpfte.
  • An- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr + Feuerwerksverbot:
    Bleibt bestehen: Wurde mit den Kommunen bereits vereinbart.
  • Schließung von Clubs und Diskotheken:
    Ab dem 28. Dezember werden Clubs und Diskotheken in Innenräumen geschlossen, Tanzveranstaltungen verboten.
  • Keine Zuschauer bei Großveranstaltungen:
    Ab dem 28. Dezember sollen überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden. Damit drohen auch der Fußball-Bundesliga wieder Geisterspiele.

(khe)

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