Wegen bedrohlicher Corona-Lage

Zuschauer-Deckel: Höchstens 15.000 dürfen ins Stadion

02. Dezember 2021 - 21:48 Uhr

Wenigstens ein bisschen Atmosphäre bleibt

Der deutsche Profisport ist zwar vom Schreckgespenst bundesweiter Geisterspiele verschont geblieben, muss aber starke Zuschauer-Restriktionen verkraften. Vorerst dürfen die Stadien der Fußball-Bundesliga nur noch bis zu 50 Prozent ausgelastet werden - allerdings gedeckelt bei maximal 15.000 Fans. Für Hallensportarten gilt dieselbe Prozent-Regelung bei höchstens 5000 Zuschauern. Was Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, von den neuen Maßnahmen hält, erfahren Sie oben im Video.

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Bayern pocht weiter auf Geisterspiele - auch in anderen Bundesländern könnten sie kommen

Die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen vom Donnerstag zur zugespitzten Coronalage sind allerdings wie erwartet nicht deutschlandweit einheitlich gültig. Denn neben diesen "Mindeststandards" sind den Bundesländern zusätzlich schärfere Maßnahmen wie Partien vor leeren Rängen vorbehalten - was unter anderem Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen voraussichtlich umsetzen werden.

"Wir halten Geisterspiele für sinnvoll und werden das auch morgen im bayerischen Kabinett umsetzen. Ich finde es schade und auch schlecht, dass wir uns nicht einigen konnten, dass einige Bundesländer Zuschauer erlauben wollen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. "Bei den Geisterspielen wollen wir das ab diesem Wochenende machen, sonst macht das ja keinen Sinn. Für dieses Jahr also Geisterspiele, im nächsten Jahr muss man dann sehen, wie die Infektionslage ist."

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Überall gilt: Maskenpflicht und 2G, optional 2G+

Einhellig verständigten sich die Spitzenpolitiker bei ihren Beschlüssen darauf, dass medizinische Masken getragen werden müssen. Außerdem gilt, dass nur Geimpfte und Genesene (2G) in die Arenen dürfen. Ergänzend kann für die Zuschauer ein aktueller Test (2G+) vorgeschrieben werden.

"Die Lage in unserem Land ist ernst. Die vierte Welle muss gebrochen werden", sagte die noch amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Die Regelungen sind quasi Mindeststandards. Die Länder können strenger vorgehen."

Weitergehende Maßnahmen sind tatsächlich möglich - auch wenn die Formulierung vage ist. "In Ländern mit einem hohen Infektionsgeschehen müssen Veranstaltungen nach Möglichkeit abgesagt und Sportveranstaltungen ohne Zuschauer durchgeführt werden", heißt es in dem Beschlusspapier. (sfu/sid)