Einige Dinge sind untersagt, manche aber dennoch möglich

Corona-Regeln an Silvester: Was in Norddeutschland erlaubt ist

Die Wunderkerze ist dieses Jahr an Silvester die Alternative zum Feuerwerk.
Die Wunderkerze ist dieses Jahr an Silvester die Alternative zum Feuerwerk.
© dpa, Jean-Christophe Bott, sab

29. Dezember 2021 - 8:47 Uhr

Übersicht der Corona-Regeln zu Silvester und Neujahr

Der zweite Jahreswechsel während der Corona-Pandemie trübt die Aussichten auf einen unbeschwerten Rutsch ins neue Jahr 2022 in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Die Menschen müssen sich wieder an geltende Corona-Regeln halten. Was an Silvester und Neujahr in Norddeutschland diesmal zu beachten ist, fassen wir hier zusammen.

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Treffen mit 2G: maximal zehn Menschen

Kontaktbeschränkungen
Private Feiern mit zehn geimpften oder genesenen Personen sind an Silvester möglich.
© deutsche presse agentur

Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen:

Maximal zehn Menschen - vorausgesetzt, sie sind alle gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Infektion genesen dürfen sich hier treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht eingerechnet. Wer nicht geimpft oder genesen ist, hat noch weniger Spielraum. Dann darf sich ein Haushalt nur mit maximal zwei Menschen eines weiteren Haushalts treffen. Auch hier werden Kinder nicht mitgezählt.

Bremen:

Seit 28. Dezember sind die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene verschärft. Treffen dürfen sich auch hier nur Gruppen von höchstens zehn Personen, Kinder bis 14 Jahre werden auch hier nicht gerechnet. Haushalte mit einer ungeimpften Person dürfen sich höchstens mit zwei Personen anderer Haushalte treffen.

Corona-Regeln in der Gastronomie und Clubs

Hamburg & Schleswig-Holstein:

Für Restaurants, Bars und Kneipen wird in Hamburg die geltende Sperrstunde (23 Uhr) an Silvester etwas gelockert. Sie dürfen bis 01.00 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben, allerdings sind Stehplätze in gastronomischen Betrieben nicht gestattet und Tanzveranstaltungen in Hamburg untersagt. Es gilt wie auch in Schleswig-Holstein die 2G-Regel.

In Schleswig-Holstein gilt in Diskotheken und Clubs mit Tanzen die 2G-Plus-Regel und es gilt eine Maskenpflicht – auch beim Tanzen. Gäste dürfen Getränke oder Speisen ausschließlich an ihrem festen Steh- oder Sitzplatz verzehren.

Niedersachsen & Bremen:

Bei privaten Treffen in der Gastronomie zählen die genannten Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen. In der Gastronomie gilt landesweit 2G-plus - egal ob drinnen oder draußen. Wer eine Corona-Auffrischungsimpfung hatte, benötigt jedoch keinen Test. Gastronomen können auch auf 2G umschwenken, also auf den zusätzlichen Test zum Impf- oder Genesenen-Nachweis verzichten, dann dürfen sie aber nur 70 Prozent ihrer Plätze nutzen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von den Regeln ausgenommen.

Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars haben landesweit geschlossen. Das gilt zunächst bis zum 15. Januar. Auch in Bremen haben Clubs und Diskotheken geschlossen.

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Kein Verkauf von Silvesterfeuerwerk

In diesem Jahr wird Silvesterfeuerwerk nicht verkauft. Die an Silvester beliebten Wunderkerzen und Tischfeuerwerk zählen in der Regel nicht in diese Kategorie.

Hamburg & Schleswig-Holstein:

Feuerwerk auf öffentlichem Grund (das gilt nicht auf dem eigenen Grundstück) ist in Hamburg nicht erlaubt. Darüber hinaus gilt im selben Zeitraum ein Ansammlungsverbot, wonach sich maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen oder zusammenstehen dürfen.

In Schleswig-Holstein ermöglicht eine Verordnung den zuständigen kommunalen Behörden, maximale Gruppengrößen auf Straßen, Wegen, Plätzen und sonstigen Flächen zu bestimmen, auf denen insbesondere zu Silvester und Neujahr mit verstärktem Personenaufkommen zu rechnen ist. Außerdem können sie zusätzliche Regelungen bestimmen, wie ein Feuerwerksverbot.

Niedersachsen & Bremen:

Feuerwerk ist auf belebten öffentlichen Plätzen verboten, wie auch das Mitführen von Feuerwerk. Das gilt für Feuerwerk der Kategorie F2 - das bekannte Silvesterfeuerwerk zählt in der Regel unter diese Kategorie. Niedersächsische Landkreise und kreisfreie Städte legen die betroffenen Straßen, Wege und Plätze laut Corona-Landesverordnung fest. Das Abbrennen von Feuerwerk auf dem eigenen Grundstück ist hingegen erlaubt - davon wird vor dem Hintergrund der Verletzungsgefahr jedoch abgeraten.

In Bremen sind das Mitführen oder Abbrennen von Feuerwerk ebenfalls verboten. (dpa/nid)

Lesetipp: Was in den anderen Bundesländern an Silvester geht und was nicht, erfahren Sie hier.