Die aktuellen Corona-Regeln im Überblick

Corona-Maßnahmen: Diese Bundesländer weichen ab

03. Februar 2021 - 9:45 Uhr

Video: Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt die Corona-Maßnahmen

Erst am Dienstag wurden von Bundeskanzlerin Merkel die aktuellen Corona-Regeln verkündet. Die verschärften Corona-Maßnahmen sollen vorerst bis zum Ende des Monats gelten. Doch viele Bundesländer werden die Beschlüsse mit einigen Abweichungen umsetzen. Wir geben einen Überblick darüber, wie diese konkret aussehen.

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Die Abweichungen der Länder im Überblick

ARCHIV - 25.02.2014, Baden-Württemberg, Oberhomberg: Zwei Frauen schieben ihre Kinderwagen eine Landstraße entlang. (zu dpa "AfD will junge Frauen mit Geld zum Kinderkriegen motivieren") Foto: picture alliance / Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Vor allem für kleine Kinder gibt es in einigen Bundesländern Abweichungen von den Kontaktbeschränkungen.
© dpa, Felix Kästle, lix fdt pil
  • Bayern

Das bayerische Kabinett hat den seit Mitte Dezember bestehenden Corona-Lockdown in Bayern bis Ende Januar verlängert und verschärft. Damit bleiben in Bayern ab dem 11. Januar nicht nur weite Teile des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie geschlossen, sondern auch Schulen und Kindergärten. Abweichend von der Regel, dass sich der eigene Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen darf, sollen in Bayern Betreuungsgemeinschaften mit einer anderen Familie erlaubt sein.

  • Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten die neuen Regeln ebenfalls ab dem 11. Januar. Hier sollen Grundschulen und Kitas abhängig vom Infektionsgeschehen ab dem 18. Januar wieder öffnen. Auch für Abschlussklassen sollen Schulen den Präsenzunterricht erlauben. Bei den Kontaktbeschränkungen sind Kinder von der maximalen Personenzahl ausgenommen. Die Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sei zunächst nicht geplant, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

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  • Berlin

In Berlin gelten die neuen Regeln seit dem 10. Januar – mit wenigen Ausnahmen: Kinder von alleinerziehenden Eltern sind bei den verschärften Kontaktbeschränkungen von der maximalen Personenzahl ausgenommen. Zudem soll für Abschlussklassen Unterricht in Kleingruppen möglich sein.

  • Bremen

In Bremen werden Kinder von der maximalen Personenzahl im Zuge der Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Zudem ist die Schulanwesenheitspflicht für die Dauer des Lockdowns ausgesetzt: Die Eltern können darüber entscheiden, ob ihre Kinder zur Schule gehen.

  • Hamburg

In Hamburg dürfen Schüler weiterhin zur Schule gehen, wenn sie zu Hause nicht lernen können.

  • Mecklenburg-Vorpommern

Schülerinnen und Schüler Mecklenburg-Vorpommerns aus Abschlussklassen sollen nach Worten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in der kommenden Woche wieder zur Schule gehen können. Dazu zählen die Klassen 10, 12 und Berufsschüler, wie Schwesig am Dienstagabend in Schwerin nach den Beratungen von Bund und Ländern sagte. Es wurde sich dagegen entschieden, von Mitte Januar an regional wieder Präsenzunterricht für Schüler bis Klasse sechs zu ermöglichen. Bei den Kontaktbeschränkungen sollen für Kinder bis zwölf Jahre Ausnahmen gelten, wenn das für ihre Betreuung erforderlich ist.

  • Niedersachsen

Auch in Niedersachsen gelten die neuen Verordnungen seit Sonntag. Für junge Eltern und ihre Kinder werden die Kontaktregeln allerdings gelockert: Kinder bis drei Jahre dürfen demnach bei Kontakten einer Betreuungsperson, etwa einem Elternteil, dabei sein, wie eine Regierungssprecherin am Sonntag erklärte. Also darf eine Mutter mit Baby mit einer anderen Mutter mit Baby spazieren gehen oder die Großeltern besuchen. Auch bei Kindern mit getrennt lebenden Eltern und bei Menschen mit Behinderung sollen Ausnahmen gelten.

  • Nordrhein-Westfalen

Der Präsenzunterricht in den Klassenräumen wird in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. Januar ausgesetzt, alle Schüler gehen ab dem 11. Januar in den Distanzunterricht. Das gelte auch für Abschlussklassen. Sollte die Umstellung auf den Distanzunterricht an einer Schule mehr Vorbereitungszeit erfordern, könne der Unterricht dort auch erst am 13. Januar wieder beginnen. Bei den Kontaktbeschränkungen sollen kleinere Kinder von der maximalen Personenzahl ausgenommen werden. Über die 15-Kilometer-Regel in Hotspots sollen die Kommunen entscheiden.

  • Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gilt ebenfalls eine Abweichung von den Kontaktbeschränkungen: Auch hier werden kleinere Kinder von der maximalen Personenzahl ausgenommen.

  • Thüringen

Hier wird es lediglich im Landkreis Hildburghausen eine verpflichtende Bewegungsradius-Beschränkung geben, im Rest von Thüringen gilt sie als Empfehlung. Nur Abschlussjahrgänge dürfen für Klausuren oder andere Aufgaben in die Schule kommen.

  • Sachsen

Auch in Sachsen werden Kinder von der maximalen Personenzahl bei den Kontaktbeschränkungen ausgenommen.

  • Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein soll für die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen eine Ausnahme bei den Kontaktbeschränkungen gelten. Auch bei der Durchsetzung der Radius-Regel in Hotspots ist eine Abweichung geplant: Für diese soll es keinen Automatismus geben, stattdessen sollen bei der Umsetzung auch die Gründe für das Ausbruchsgeschehen berücksichtigt werden.

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