14 von ihnen waren nicht vollständig geimpft

Corona-Drama: 18 Tote nach Virus-Ausbruch im Pflegeheim

Eine Bewohnerin eines Pflegeheims wird gegen Corona geimpft (Symbolbild).
Eine Bewohnerin eines Pflegeheims wird gegen Corona geimpft (Symbolbild).
© deutsche presse agentur

03. Dezember 2021 - 13:55 Uhr

Zahl der Toten innerhalb einer Woche stark gestiegen

In einem Seniorenheim in Rudolstadt in Thüringen sind 18 Menschen am Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt mit. Bei 13 von ihnen bestand demnach kein vollständiger Impfschutz. Nach dem Corona-Ausbruch in dem Pflegeheim der Senioren vergangene Woche hatte das Landratsamt berichtet, dass Angehörige den Heimbewohnern von der Impfung abgeraten hatten. Damals waren noch sieben Tote gezählt worden - die Zahl hat sich jetzt tragischerweise deutlich erhöht. Von den insgesamt 141 Heimbewohnern ist rund ein Drittel nicht geimpft.

Bewohner hatten Impfung verweigert

Nach dem Ausbruch des Virus und den ersten Todesfällen kursierten in sozialen Netzwerken das Gerücht, die Todesfälle stünden in Zusammenhang mit einer Booster-Impfung. Dem widersprach das Landratsamt vehement und verwies auf den Anteil der Ungeimpften unter den Todesfällen. Es habe genügend Impfmöglichkeiten für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen gegeben. "Die Nicht-Impfung ist in diesen Fällen also eine bewusste Entscheidung der Bewohner beziehungsweise von deren Angehörigen und Betreuern und liegt nicht an Terminengpässen in der Impfstelle", hieß es. (dpa/lgr)