Reise in der Antarktis

Corona-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff - jetzt hat's auch die Crew erwischt

Die MS Hamburg ist seit 2012 für Plantours Kreuzfahrten im Einsatz.
Die MS Hamburg ist seit 2012 für Plantours Kreuzfahrten im Einsatz.
© picture alliance/dpa | Stefan Sauer

13. Januar 2022 - 12:22 Uhr

von Ralf Benkö und Marius Olion

Es kommt immer dicker: Urlauber auf der MS Hamburg erleben aktuell in der Antarktis eine Albtraum-Kreuzfahrt. Der Grund: Corona! Urlauber müssen ihre teure Reise in Quarantäne-Kabinen verbringen, können nur durch Bullaugen Blicke auf die Landschaft erhaschen. Und jetzt die nächste Meldung: Das Virus hat die Crew erwischt!

Ist der Bordarzt infiziert?

Reisende, die sich aktuell auf dem Kreuzfahrtschiff befinden, berichten uns unabhängig voneinander, dass nun auch der Bordarzt infiziert sein soll. Ein Urlauber, der anonym bleiben will, schreibt: "Unsere Kabinenstewardess hat gerade bestätigt, dass der Schiffsarzt und ein Teil der Plantours Bordreiseleitung sowie die Chefin der Landausflugsabteilung und einige Barmitarbeiter jetzt auch an Corona erkrankt sind." Wir fragen beim Veranstalter Plantours nach und der bestätigt uns, das sowohl Gäste als auch Crewmitglieder mit dem Corona-Virus infiziert seien. Zu Zahlen oder Funktionen der betroffenen Personen möchte der Sprecher des Unternehmens keine Angaben machen – eine Infektion des Bordarztes bestätigt er weder, noch dementiert er sie. Aber es gibt einen Plan, wie es jetzt für die Passagiere weitergeht.

Lese-Tipp: Auch Francois und Marie Jeanne erlebten eine Horror-Quarantäne-Reise auf der MS Hamburg. Im Gespräch mit RTL berichten sie von ihren unfassbaren Erlebnissen.

So geht's für die Passagiere weiter

Während sich die infizierten Passagiere Sorgen machten, wie es für sie weitergeht, hat der Veranstalter Plantours einen Plan ausgearbeitet. Die Folgereise sei abgesagt worden. Gäste, die den geplanten Charter-Rückflug gegebenenfalls wegen eines positiven Tests nicht wahrnehmen dürfen, könnten an Bord bleiben, teilt uns ein Plantours-Sprecher mit. Das Schiff werde erstmal am Hafen bleiben. Plantours würde dann eine separate, spätere Rückreise für diese Personen organisieren, heißt es.