Chinesische Familie kauft Hundewelpen und merkt zwei Jahre nicht, dass es ein Bär ist

Heute lebt Little Black im 'Yunnan Wildlife Rescue Center'
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20. Mai 2018 - 17:01 Uhr

China: Hundewelpen entpuppt sich als Schwarzbär

Als Su Yun ihrer Familie vor zwei Jahren einen Hundewelpen kauft, ist sie überrascht, wie viel das süße Fellknäuel an einem Tag verdrücken kann. "Eine Schachtel mit Früchten und zwei Eimer Nudeln jeden Tag", erklärt sie heute chinesischen Medien. Doch es gab, wie sich zwei Jahre später herausstellte, einen Grund für den ungewöhnlich großen Appetit ihres neuen Familienmitglieds. Bei ihrem Haustier Little Black handelte es sich nämlich nicht um einen Hund, sondern um einen Schwarzbären.

'Hund' wiegt 110 Kilo und kann auf zwei Beinen laufen

Die Familie erkannte den Irrtum erst, als Little Black nicht aufhörte zu wachsen und irgendwann ganze 110 Kilogramm auf die Waage brachte. Außerdem verwunderte sie, dass das Tier ohne Probleme auf beiden Hinterbeinen stehen und gehen konnte. "Je mehr er wuchs, desto mehr sah er wie ein Bär aus. Und ich habe ein bisschen Angst vor Bären", gesteht Su Yun. Nicht zu verübeln, das sollte sie vielleicht auch.

Aber wie konnte es überhaupt zu der unglaublichen Verwechslung in der chinesischen Provinz Yunnan kommen? Die Familie kaufte den vermeintlichen Welpen an einem Straßenstand, während eines Urlaubs im Jahr 2016. Der Verkäufer behauptete, dass es sich bei dem Vierbeiner um eine tibetanische Dogge handle.

Hier mal zum Vergleich: Zwei tibetanische Baby-Doggen.  

Das sind zwei tibetanische Baby-Doggen
Das sind zwei tibetanische Baby-Doggen.
© sergeylav@yandex.ru, Sergey Lavrentev

Und das ist ein Schwarzbär-Baby: 

Das ist ein Schwarzbär-Baby
Schwarzbär-Baby. Auch niedlich!
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Happy End für Little Black

Das ist ein Schwarzbär-Baby
Das ist ein Schwarzbär-Baby.
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Kann man verwechseln, muss man aber nicht. Tatsächlich geht die Geschichte international durch die Medien, doch wo sie ihren Ursprung hat, ist nicht bekannt. Aber was ist denn letzten Endes aus dem gar nicht mehr so kleinen Little Black geworden? Als Su Yun und ihre Familie es mit der Angst zu tun bekamen, beschlossen sie, die Polizei zu informieren. Immerhin ist die Haltung von Wildtieren nicht nur gefährlich, sondern in China auch noch verboten. Für die Beamten der Polizei war auf Anhieb klar, hier müssen Experten helfen.

Das Tier wurde betäubt und in das 'Yunnan Wildlife Rescue Center' gebracht, wo es als asiatischer Schwarzbär, einer gefährdeten und äußerst wertvollen Bären Art, identifiziert wurde. Gesundheitlich ging es dem Tier prächtig: Die Tierschützer berichteten, dass das Tier, dank der vielen Früchte und Nudeln, nicht einmal aufgepäppelt werden musste. So hat die verrückte Geschichte also doch noch zu einem Happy End gefunden.