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Brasilien: Patricia von Schulfreund umgebracht - er hatte eine ganze Todesliste

Polizei findet Todesliste in seiner Wohnung

Patricia besucht einen alten Schulfreund - doch er bringt sie um

Patricia wurde von ihrem Jugendfreund umgebracht Er hatte noch mehr Morde geplant
03:33 min
Er hatte noch mehr Morde geplant
Patricia wurde von ihrem Jugendfreund umgebracht

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Brasilien: Leiche der 22-Jährigen im Wald versteckt

Eine der letzten Nachrichten, die Patricia Robertas Mutter an ihre Tochter schrieb, lautet: „Wenn du diese Nachricht liest, antworte mir um Gottes Willen! Mädchen, ich mache mir Sorgen.“ Eine Antwort bekam sie darauf nicht mehr. Ihre 22 Jahre alte Tochter war übers Wochenende zu einem alten Schulfreund gefahren. Ein paar Tage später fand die brasilianische Militärpolizei die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück nahe der Küstenstadt João Pessoa (Bundesstaat Paraíba). Als die Ermittler die Wohnung von Patricias Jugendfreund Jonathan H. unter die Lupe nahmen, machten sie eine verstörende Entdeckung.

Im Video erzählt Patricias Vater, wie sehr sich seine Tochter gewehrt haben muss.

Polizei findet Todesliste mit Frauennamen bei dem Verdächtigen

Jonathan soll offenbar eine ganze Mordserie geplant haben. Die Polizei fand eine Liste mit Frauennamen bei dem 23-Jährigen. Hinter jedem Namen hatte der Mann vermerkt, wie er sein Opfer töten wollte. Dazu stießen die Ermittler auf jede Menge „verstörende Schriften“ und okkulte Bücher, wie das Portal „G1“ berichtet. Wie sich herausstellte, war Patricia das erste Opfer, das der 23-Jährige in die Falle lockte. Bevor er weiteren Frauen etwas antun konnte, wurde er festgenommen.

Die Freunde kannten sich seit Jahren, hatten sich aber länger nicht gesehen, weil Jonathan aus Caruaru, der Heimatstadt der beiden, weggezogen war. Um so mehr freute es Patricia, als er sie einlud, ihn im April ein Wochenende besuchen zu kommen. Die 22-Jährige kaufte ein Busticket und fuhr freitags die rund 250 Kilometer nach João Pessoa.

Freund sperrt Patricia in seiner Wohnung ein und soll sie dann erwürgt haben

Doch schnell wurde klar: Das Wochenende sollte nicht so laufen, wie Patricia gehofft hatte. Jonathan sperrte sie samstags in seiner Wohnung ein und war stundenlang verschwunden und nicht erreichbar. Besorgt meldete sich die 22-Jährige zuhause bei ihrer Mutter. Dann die scheinbare Entwarnung: Jonathan kam zurück und behauptete, Patricia versehentlich eingesperrt zu haben. Die Tochter schrieb ihrer Mutter noch, dass ihr Freund sie jetzt sogar nach Hause begleiten wolle. Er habe schon Bustickets für beide gekauft. Danach brach der Kontakt ab.

Weil kein Lebenszeichen mehr von Patricia kam, meldete ihre Familie sie als vermisst. Schnell rückt Jonathan ins Visier der Ermittler. Ein Nachbar beobachtete ihn dabei, wie er mit einem großen Plastiksack aus seiner Wohnung kam. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie der 23-Jährige mit dem Sack auf dem Motorrad durch die Stadt fuhr.

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Auch die schwangere Freundin des 23-Jährigen steht unter Verdacht

Die Ermittler gehen davon aus, dass Jonathan seine Schulfreundin in seiner Wohnung erwürgte und die in Plastik gewickelte Leiche dann in einem Waldstück versteckte. Der 23-Jährige bestreitet, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Das Motorrad vor seinem Haus gehöre ihm nicht. Auch als eine Freundin der Vermissten ihn anschrieb, um zu fragen, wo Patricia sei, gab er sich unschuldig. „Was für ein Spiel ist das?“, fragte die Freundin einem Chat-Protokoll zufolge, das G1 veröffentlichte. „Ich habe gerade mit ihrer Mutter gesprochen“, antwortet Jonathan. „Ich mache mir auch Sorgen.“

Doch die Beweise, die die Ermittler in seiner Wohnung fanden, genügen, um ihn in Untersuchungshaft zu nehmen. Auch Jonathans schwangere Freundin wird laut „G1“ beschuldigt, ihm beim Verstecken der Leiche geholfen zu haben. Wie sich später herausstellte, soll der 23-Jährige einen Großteil des Wochenendes bei ihr verbracht haben, während Patricia eingeschlossen in seiner Wohnung saß. (jgr)