Bemerkenswerte Szene

Brasilianische Politikerin stillt Baby im Parlament

Talíria Petrone hielt eine emotionale Rede. Und das machte ihr Baby offenbar durstig.
Talíria Petrone hielt eine emotionale Rede. Und das machte ihr Baby offenbar durstig.
© Câmara dos Deputados

24. Juni 2021 - 14:07 Uhr

Abgeordnete stillt ihre Tochter

In vielen Ländern ist das Stillen in der Öffentlichkeit nach wie vor ein Tabu. Deshalb sorgt diese Szene für Aufsehen. Die brasilianische Politikerin Talíra Petrone stillte während einer Rede im Parlament ihre Tochter.

+++ Vizekanzler Olaf Scholz: "Lassen Corona allmählich hinter uns +++

Tochter bekommt während Rede Hunger

Talíra Petrone ist Abgeordnete der Partei für Sozialismus und Freiheiten – und Mutter. Und dass Beruf und Erziehung auch mal zusammenfallen können, zeigt sie ganz offen im brasilianischen Parlament. Während sie in einer emotionalen Rede Kritik übt, trägt sie ihre kleine Tochter mit einer Brusttrage an ihrem Körper. Und während Mama da gerade die Privatisierung eines staatlichen Stromkonzernes kritisiert, bekommt das Töchterchen Hunger. Dann wird eben während der Rede gestillt.

Petrone kritisierte Bolsonaro

Dass Talíra Petrone kein Blatt vor den Mund nimmt, ist bekannt. Anfang des Jahres bezeichnete sie laut Bild-Zeitung die Corona-Politik des brasilianischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro als "Völkermord". In der aktuellen Debatte ging es um die Privatisierung des staatlichen Stromkonzerns Eletrobras. Der Kongress hat den Weg dafür frei gemacht. Eletrobras mit seinen über 25.000 Angestellten und Firmensitz in Rio de Janeiro gilt als der größte Stromversorger in ganz Lateinamerika.

RTL.de empfiehlt

Anzeigen:

Baby auch im neuseeländischen Parlament

Ein Baby im Parlament. Das gab es auch schon in Neuseeland. In einer bemerkenswerten Konstellation. Der neuseeländische Parlamentspräsident Trevor Mallard hatte während einer langwierigen Debatte ungewöhnliche Qualitäten gezeigt: Der 65-Jährige von der sozialdemokratischen Labour-Partei hielt in der Nationalversammlung von Wellington auf seinem Podium ein Baby still. Das erst sechs Wochen alte Kind gehörte aber einem anderen Labour-Abgeordneten.

Auch interessant