Kult-Trainer musste schon wieder unters Messer

Ulli Wegner nach erneuter OP kämpferisch: "Werde mich da durchbeißen"

Ulli Wegner, Trainer des deutschen Boxers Arthur Abraham, ist zu sehen. Foto: Wolfram Kastl/Archiv
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05. Juni 2020 - 16:17 Uhr

Ulli Wegner wieder im Krankenhaus

Er ist der Kult-Trainer des deutschen Boxens – und hat richtig Pech gehabt. Ulli Wegner. Der 78-Jährige musste binnen eines halben Jahres zum zweiten Mal unters Messer – OP am linken Oberschenkelhals im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn.

"Drei Monate in den Wind geschossen"

"Da muss ich jetzt durch, jammern hilft nicht. Ich war schon immer willensstark, da werde ich mich schon durchkämpfen und durchbeißen", gibt sich Wegner im Gespräch mit RTL/ntv kämpferisch.

Die Trainer-Legende (machte unter anderem Sven Ottke, Markus Beyer und Arthur Abraham zu Weltmeistern) hatte sich im Dezember 2019 den linken Oberschenkelhals bei einem Sturz gebrochen und wurde operiert. Jetzt die erneute OP, weil sich ein eingezogener Nagel verschoben hatte und der Knochen zu brechen drohte.

"Die Schmerzen sind nicht so schlimm. Aber es ist ärgerlich, denn ich hatte in der Zwischenzeit ja schon drei Monate Reha gemacht", sagt Wegner: "Leider habe ich diese drei Monate richtig in den Wind geschossen."

Wegner brennt auf Joshua-Kampf mit Pulev

Kubrat Pulev, Ulli Wegner und Jack Culcay. Foto: Christian Charisius
Ulli Wegner will mit Kubrat Pulev den Weltmeister-Titel im Schwergewicht gewinnen
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Noch mehr zu schaffen macht dem Box-Coach aber die Tatsache, dass er nicht mit seinem Schützling Kubrat Pulev im Ring stehen und trainieren kann.

"Pulev ist Herausforderer von Anthony Joshua und kämpft um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht", erläutert Wegner: "Da drängt jetzt die Zeit. Das belastet mich ehrlicherweise ein bisschen."

Pulev hätte eigentlich schon am 20. Juni in London gegen Joshua kämpfen sollen, wegen der Corona-Pandemie wurde das Duell aber verschoben, soll nun im Herbst stattfinden.

"Vielleicht schaffe ich das noch. Auf jeden Fall habe ich so ein Ziel", so Wegner.