"Mit mir schlägt er ihn"

Fury will Joshua für Usyk-Revanche trainieren - umsonst

Schwergewichts-Champion Tyson Fury wird von Sugar Hill Steward, dem Neffen des langjährigen Klitschko-Coaches Emanuel Steward, trainiert
Schwergewichts-Champion Tyson Fury wird von Sugar Hill Steward, dem Neffen des langjährigen Klitschko-Coaches Emanuel Steward, trainiert
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27. Oktober 2021 - 21:35 Uhr

Fury macht "AJ" ein Angebot

Angeblich ist Anthony Joshua auf Trainersuche, um bei der geplanten Revanche gegen seinen Peiniger Oleksandr Usyk als erneuerter Fighter in den Ring zu klettern. Hört, hört: Ausgerechnet Joshuas großer Rivale Tyson Fury wäre bereit, den Ex-Champion auf Vordermann zu bringen – und das auch noch für umme. Joshua signalisiert Interesse.

"Ich wäre sehr offen dafür"

"Ich weiß, dass er Oleksandr Usky beim nächsten Fight definitiv schlägt, wenn ich und Sugar Hill (Steward, Furys Trainer, Anm.d.Red.) ihn trainieren. Das ist ein Fakt. Und ich wäre sehr offen dafür, das zu tun. Ich mach' es umsonst, denn ich brauche das Geld nicht und würde sein Geld eh nicht nehmen. Wir würden diese Herausforderung annehmen", sagte Fury bei BT Sports.

Joshua auf Trainersuche

Joshua hatte seine Schwergewichts-Titel von WBA, WBO und IBF am 25. September in London gegen den Ukrainer Usyk einstimmig nach Punkten verloren. In den zwölf Runden wirkte "AJ" ratlos, fand gegen den Ausnahmekönner kein Rezept. Kurz nach der Pleite zog Joshua eine vertraglich vereinbarte Klausel für ein Rematch, das wohl im März 2022 stattfinden soll.

In den letzten Tagen wurde der Engländer in den Gyms mehrerer namhafter US-Trainer gesichtet, unter anderem schaute er bei Ex-Tyson-Coach Ronnie Shields und Canelo-Trainer Eddy Reynoso vorbei. Joshua-Promoter Eddie Hearn dementierte zwar, dass sich der Brite von seinen langjährigen "Chief Second" Rob McCracken trennt. Ausgeschlossen ist das aber sicher nicht.

Ziemlich unvorstellbar dagegen ist, dass sich Joshau tatsächlich "Gypsy King" Fury in die Ecke holt – seinen potenziellen Gegner im Kampf um die unumstrittene Meisterschaft aller Klassen. Und das, obwohl Joshua die Offerte augenzwinkernd annahm. "Er ist mehr als willkommen, durch meine Türen zu kommen. Wir könnten auch Sparring machen", witzelte der 32-Jährige: "Das ist die einfachste Art, ihn in den Ring zu kriegen. Ich stelle eine Kamera auf und Eddie Hearn wird mit ein paar Kameras da sein und lässt es auf Facebook und Youtube laufen."

Das scheinbar verlockende Angebot – nicht mehr als ein PR-Gag. (mar)