"AJ" will dieses Mal "Krieg"

Joshua-Revanche gegen Usyk schon im März?

Anthony Joshua will seine WM-Titel von Oleksandr Usyk zurück
Anthony Joshua will seine WM-Titel von Oleksandr Usyk zurück
© Getty Images, Bongarts, HT / HT

27. Oktober 2021 - 16:09 Uhr

Im Frühjahr fliegen wieder die Fäuste

Der entthronte Champion bekommt seine Chance zur Revanche: Nachdem Anthony Joshua seine Schwergewichtstitel am 25. September an Oleksandr Usyk verlor, zog der Brite seine Option auf einen Rückkampf. Für diesen gibt es einen groben Termin. Und Joshua droht seinem Bezwinger schon einmal mit martialischen Worten.

Kiew oder Großbritannien - Hauptsache Spektakel

"Ich denke, März ist realistisch", sagte Joshua-Promoter Eddie Hearn im "IFL"-Interview auf die Frage, wann sich die beiden Schwergewichtler zum zweiten Mal im Ring treffen werden.

Wo das Duell stattfinden wird, steht noch nicht fest. Usyk würde den Kampf gerne im Olympiastadion in Kiew austragen, das Joshua-Lager hat aber natürlich andere Vorstellungen. "Ich hätte gerne, dass der Kampf wieder in Großbritannien stattfindet", so Hearn.

24 seiner 26 Profi-Kämpfe trug AJ bisher auf britischem Boden statt. Einzig bei seiner Sensations-Niederlage gegen Andy Ruiz sowie dem Rückkampf gegen den Mexikaner wagte Joshua den Schritt ins Ausland und boxte in New York respektive nahe Riad.

AJ will Usyks Seele

Das Bestreben eines Rückkampfes gibt es übrigens nicht nur im Lager des entthronten Champions. Auch die Usyk-Seite nimmt diesen zweiten Kampf "sehr dankend an", sagte Hearn: "Sie werden eine enorme Menge Geld verdienen und glauben, dass sie gewinnen werden."

Für seinen Schützling sei ein anderer Kampf ebenfalls "keine Option", wiegelte Hearn sämtliche Gerüchte nach einem Duell gegen Tyson Fury oder Deontay Wilder ab. "Nicht in einer Million Jahren" werde sich Joshua zurückziehen und auf den Rückkampf gegen Usyk verzichten, sagte Hearn.

Das untermauern auch die jüngsten Worte des Ex-Champions. "Ich hab's satt zu verlieren. Ich hab's satt, die Sweet Science zu lernen. Im nächsten Kampf wird er womöglich zu Boden geworfen, denn das ist Krieg. Einfach nur Krieg. Ich bin genervt, ich koche schon, wenn ich nur davon rede. Es ist eine Passion zu gewinnen", posaunte Joshua bei "IFL". Und weiter: "Ich hab' nur eins im Kopf: Das ist Krieg, das ist Mord, da rauszugehen und dem Kerl weh zu tun, mir seine Seele zu holen bis er aufgeben will." Ungewöhnlich harte Töne des sonst oft als Gentleman verschrienen Joshua.

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Wer beim Rückkampf gegen den Ukrainer ins Joshuas Ecke stehen wird, ist derweil immer noch nicht klar. AJ tourte zuletzt durch die USA und wurde bei einigen Trainern vorstellig. Laut Hearn bedeute dies aber nicht, dass sich der 32-Jährige von seinem bisherigen Coach Rob McCracken trennen werde.

"Er hat sich nicht von Rob getrennt. Er hat sich noch nicht dazu entschieden, einen anderen Trainer zu engagieren. Ich denke, er versucht einfach nur zu lernen. Er sucht nach einem Weg, sich zu verbessern und arbeitet daran", so Hearn.

Der Grund für Joshuas USA-Trip sei nicht etwa die Suche nach einem neuen Trainer gewesen: "Es ging einfach nur darum, etwas Abstand zu gewinnen. Er hat ein bisschen gechillt und ist in ein paar Gyms gefahren. Dabei ging es aber nicht darum, verschiedene Trainer zu treffen." (sport.de/mar)