Für mehr Zeit mit Sohn Emil

Alleinerziehende Mutter bricht aus Alltag aus und radelt mit Kind nach Marokko

29. Oktober 2021 - 12:22 Uhr

Tschüss Alltag - hallo Reise!

Alle, denen zu Pandemiezeiten die Decke auf den Kopf gefallen ist, können Jasmin Böhm vielleicht verstehen: Eines Tages hatte die alleinerziehende Mutter aus Offenbach genug von ihrem stressigen Alltag und entschied sich, mit ihrem dreijährigen Sohn Emil eine Fahrradtour bis nach Marokko zu machen. Warum sie das unbedingt machen wollte, erzählt sie uns im Interview.

Jasmin möchte die Beziehung zu ihrem Sohn stärken

Die 30-Jährige ist alleinerziehend, arbeitet als Grundschullehrerin und jobbt dazu noch an einer Universität. Wenn der kleine Emil abends aus der Kita kommt, ist die gemeinsame Zeit mit Mama Jasmin sehr knapp bemessen. Um das zu ändern, brach Jasmin im Juli aus ihrem Alltag aus, schnappte sich Sohn Emil und machte sich auf den Weg ins fast 3.000 Kilometer entfernte Marokko.

Auch wenn sie sich auf das Nötigste beschränkt, ganze 80 Kilo Gepäck, ihren Sohn nund natürlich sich selbst muss Jasmin bewegen. Wenn es dann Steigungen mal anstrengend wird, spornt Emil sie an: "Wenn wir dann runterfahren sind wir beide immer wieder so voller Euphorie und er schreit dann: Mama du bist die Coolste auf der ganzen Welt oder ich habe die stärkste Mama auf der Welt", erzählt sie uns.

Kein Weg zurück

Weil die Fähren coronabedingt eingestellt sind, haben es Jasmin und Emil leider nicht bis nach Marokko geschafft, sondern mussten sich in Südspanien auf den Rückweg machen. Wenn Wenn die beiden wieder zurück in Deutschland sind, möchte die junge Mutter etwas in ihrem Leben ändern. Sie habe genügend Geld gespart, um noch ein paar Monate Pause machen zu können, erzählt sie uns im Interview. Auf lange Sicht möchte sie sich einen Job suchen, bei dem sie zeitlich nicht mehr so eingespannt ist und mehr Zeit für ihren Sohn hat. (kmü)

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