Roetgen: Wo werden sie als nächstes zuschlagen?

Alle zwei Tage ein Einbruch in der Eifel - Bewohner in Angst

21. Januar 2022 - 21:36 Uhr

Valerio Magno und Kai Ziemen

Eigentlich ist die Gemeinde Roetgen ein ruhiges Stück Erde an der Grenze zu Belgien. Doch seit mehreren Wochen versetzt eine beispiellose Einbruchserie die Gemeinde bei Aachen in Angst und Schrecken. Mindestens 24 Mal brechen Unbekannte seit der Adventszeit bis Mitte Januar in Häuser ein. Statistisch wird in Roetgen jeden zweiten Tag eingebrochen! Und die Dorfgemeinde fragte sich: Wo schlägt die Bande als nächstes zu?

Im Video sehen Sie, wie Anwohner mit der Einbruchserie umgehen und was die Polizei dazu sagt.

Roetgen: Eine Dorfgemeinde in Angst

In die Parfümerie von Doris Hermes wurde schon viermal engebrochen.
In die Parfümerie von Doris Hermes wurde schon viermal engebrochen.
© RTL

"Keiner hätte das gedacht, dass sowas mal passiert bei uns. In Roetgen, einem kleinen Dorf", berichtet Doris Hermes im RTL-Interview. Sie lebt in Roetgen und betreibt eine Parfümerie, in die in den vergangenen Jahren schon viermal eingebrochen wurde. Dass es jetzt auch ihr Zuhause treffen könnte, beunruhigt Doris Hermes. "Was sollen wir machen? Wir können nicht mehr machen, wie alles zumachen und verrammeln. Aber mehr kann man nicht tun – wenn die reinkommen wollen, kommen die rein".

Wieso ausgerechnet Roetgen?

Seit Wochen herrscht Angst in der kleinen Dorfgemeinde bei Aachen.
Seit Wochen herrscht Angst in der sonst so friedlichen Dorfgemeinde bei Aachen.
© RTL

Besonders in den Wintermonaten sind Einbrecher aktiv. Die frühe Dunkelheit begünstigt ihr Vorgehen. Draußen halten sich weniger Menschen auf, die die Einbrecher beobachten könnten. Außerdem ist für sie von außen schnell ersichtlich, ob jemand zu Hause ist oder nicht, zum Beispiel wenn Licht brennt oder der Fernseher läuft. "Wohngebiete mit vielen Einfamilienhäusern und Gärten sind grundsätzlich für Einbrecher sehr attraktiv, da sie hier ihre bevorzugten Tatobjekte finden", so die Polizei Aachen auf RTL-Anfrage. Die 9.000-Seelen-Gemeinde sei, was das angeht, allerdings kein Einzelfall.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

So schützen Sie sich vor Einbrechern

Auch ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster - deshalb sollten bei Verlassen des Hauses zuallererst Türen und Fenster fest verschlossen werden. Auch das Herunterlassen der Rollläden kann helfen, genauso wie Türen und Fenster mit abschließbaren Griffen und weiteren technischen Möglichkeiten auszustatten.

Eine abschreckende Wirkung kann es haben, das Haus bei Abwesenheit bewohnt erscheinen zu lassen, zum Beispiel durch Licht, Fernseher oder Radio. Und gerade in einer Dorfgemeinde wie Roetgen gilt: "Wachsame Nachbarn" tragen zur allgemeinen Sicherheit bei.