Drama um vermissten Jack Russel

Hund geklaut! Familie kennt den Dieb - doch das Tier bleibt verschwunden

24. November 2021 - 12:34 Uhr

5.000 Euro Finderlohn für Fellnase

Allen Hundeliebhabern bricht diese Geschichte vermutlich das Herz. Denn vor mittlerweile mehr als zwei Monaten wurde Jack-Russel-Terrier Oskar vor einem Drogeriemarkt in Berlin-Pankow entführt. Dort hatte Familie Brandts ihren kleinen Liebling nur ganz kurz angebunden – und seitdem nicht wieder gesehen. Das Kuriose: Mittlerweile weiß die Familie, wer den Hund geklaut hat – doch zurückbekommen haben sie Oskar bislang nicht.

Ein 12-jähriger Junge soll den Hund entführt haben

Der Berliner Tierschutz warnt eindringlich davor, Hunde vor Läden anzubinden. Das würde Oskars Familie heute auch auf keinen Fall mehr machen und spricht deshalb jetzt selbst andere Hundebesitzer vor Läden an und erzählt ihnen ihre Geschichte. Denn es können nur Sekunden oder wenige Minuten sein, bis ein Dieb mit dem eigenen Haustier dreist verschwindet.

Wie im Fall von Oskar. Weil er von seinen Eltern keinen Hund bekommt, habe sich ein 12-jähriger Junge einfach Oskar geschnappt und sei mit ihm abgehauen, erzählt uns Frauchen Friederike Brandts. Rund neun Kilometer von Pankow entfernt, in Berlin-Kreuzberg, lässt er ihn in einem Hinterhof aber wieder frei. Die Besitzerin von Oskar hat den Jungen sogar persönlich getroffen.

Familie Brandts tut jetzt alles dafür, um Oskar wiederzufinden. Wer den Hund zurückbringt, erhält einen Finderlohn in Höhe von 5.000 Euro. Auf ihrem Instagram-Account "findetoskar" fiebern mittlerweile über 6.000 User mit. Und auch bei Suchaktionen in Berlin schließen sich der Familie immer wieder bis zu 50 fremde Leute an, die sie unterstützen.

"Er ist jetzt quasi ein Wildtier"

Für die Familie ist das Verschwinden ihres geliebten Haustiers unerträglich. Natürlich haben sie sich deshalb auch Hilfe bei Experten besorgt, sagt Friederike Brandts: "Profis haben uns gesagt, dass Oskar von der ersten Minute an, ab der er freigelassen wurde, in einen Überlebensmodus umgeswitcht ist. Er ist jetzt quasi eine Art Wildtier und verhält sich auch so. Also die Wahrscheinlichkeit besteht, dass er sich tagsüber viel zurückzieht und schläft und dann nachts unterwegs ist, wie ein Fuchs." Wieso die Chancen trotzdem gut stehen, dass er von selbst nach Hause kommen könnte, erfahren Sie im Video. (nba/mmü)