Ganz Belgien schockiertRaul (9) zu Tode geprügelt und in Sporttasche versenkt: Mutter verhaftet, Stiefvater auf der Flucht

Belgien, April 2023: Der getötete 9-Jährige hat monatelang in einer Sporttasche unter Wasser gelegen.
Der getötete 9-Jährige hat monatelang in einer Sporttasche unter Wasser gelegen. (Symbolbild)
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Horror-Fund im Wasser!
In einem See nahe der belgischen Stadt Gent ist am Donnerstag die Leiche eines kleinen Kindes gefunden worden. Es ist der kleine Raul, der - wie jetzt erst klar wird - schon vor Monaten verschwand. Das Unfassbare: Ausgerechnet seine Eltern sollen den Neunjährigen zu Tode geprügelt und dann in einer Sporttasche im Wasser entsorgt haben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Gent am Freitag nach einer Obduktion des Jungen aus Rumänien. Die Mutter von Raul wurde verhaftet, ihr Freund ist noch auf der Flucht.

Grausiger Fund in Belgien: Kinderleiche in Sporttasche gesteckt, mit Steinen im Wasser versenkt

Die Kinderleiche war am Donnerstagmorgen zufällig von Passanten entdeckt worden – im Houtdok, einem kleinen See nahe der belgischen Großstadt Gent. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem toten Kind um den Neunjährigen handelte. Zusammen mit seiner rumänischen Familie hatte er seit einiger Zeit in Afrikalaan gelebt, einem Viertel von Gent. Das gab die Staatsanwaltschaft bekannt.

Gürtelschläge und heißes Wasser: Wurde Raul zu Tode misshandelt?

Der kleine Raul soll wiederholt schwer misshandelt worden sein. Er sei mit einem Gürtel und Fäusten geschlagen und regelmäßig mit eiskaltem und heißem Wasser übergossen worden. Anfang diesen Jahres sei der Junge dann plötzlich verschwunden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Gent am Freitag bekanntgaben. Die näheren Umstände der Misshandlungen und des Verschwindens von Raul habe man erst nach dem Fund seiner Leiche rekonstruieren können. „Am 8. Januar haben wir ihn noch gesehen, einen Tag später war er weg", zitiert das niederländische Nachrichtenportal „Braband Dagblat“ außerdem einen Nachbar der Familie.

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Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Raul vermutlich an den Folgen einer weiteren Folter gestorben sei. Die Mutter und der Stiefvater sollen die Leiche dann in einer Sporttasche versteckt haben, zusammen mit einigen Steinen, damit sie im Wasser untergehen würde. Unweit ihres Zuhauses sollen sie Raul dann im Houtdok wie Müll entsorgt haben.

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Raul hat monatelang im Wasser gelegen - erst Verwandter in Deutschland wird misstrauisch

Dem Paar gelang es offenbar, die ihnen zu Last gelegte Tat monatelang geheim zu halten. Bis die Mutter eine Textnachricht an einen Onkel in Deutschland schickte, woraufhin der Verdacht schöpfte. Der Mann meldete sich bei der Polizei. Die Polizei befragte daraufhin in dieser Woche Rauls Mutter und seine Schwester (11). Ihre Aussagen führten die Ermittler schließlich zu dem Ort, an dem Rauls Leiche gefunden wurde. Raul hat monatelang im Wasser gelegen, nach aktuellem Stand der Ermittlungen war er nicht als vermisst gemeldet worden.

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Inhaftierte Mutter gesteht Mitschuld, eigentlicher Killer sei der flüchtige Stiefvater

Die Mutter wurde vom Ermittlungsrichter wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Verbergens der Leiche verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Die Frau leugnet die Tat nicht, spielt aber den Angaben der Behörden zufolge ihre eigene Rolle herunter. Die Polizei sei nun dabei, den ehemaligen Stiefvater von Raul ausfindig zu machen. Rauls Mutter zufolge soll er hauptverantwortlich für den Tod ihres Sohnes sein. (lmc)