Seine Schwester kämpft noch um ihr Leben

Beerdigung statt Taufe: Zwei Monate altes Baby in Belfast erstochen

Die Mutter des kleinen Liam und seiner Schwester (2) wurde unter Mordverdacht festgenommen.
Die Mutter des kleinen Liam und seiner Schwester (2) wurde unter Mordverdacht festgenommen.
© Facebook/raluca.t.

03. August 2021 - 12:45 Uhr

Mutter der Kinder steht unter Mordverdacht

Die Taufe von Baby Liam sollte eigentlich die nächste große Familienfeier werden - doch es kam anders. Der zwei Monate alte Junge aus Belfast in Nordirland wurde erstochen, wie die Polizei bestätigte. Unter Tatverdacht steht seine eigene Mutter. Die 29-Jährige soll den kleinen Jungen getötet und seine zwei Jahre alte Schwester schwer verletzt haben. Statt seiner Taufe, muss die Familie nun Liams Beerdigung organisieren.

Für Baby Liam kam jede Hilfe zu spät - Schwester auf der Intensivstation

Der Vorfall ereignete sich am 27. Juli. "Die Polizei wurde um kurz nach acht zu dem Haus gerufen", hieß es in einer Pressemitteilung. Für Liam kam da bereits jede Hilfe zu spät. "Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte konnte das Baby traurigerweise nur noch für tot erklärt werden", sagte der Chefermittler der Nordirischen Polizei. Das Kleinkind sei ins Krankenhaus gebracht worden und werde dort auf der Intensivstation versorgt. Die Polizei bestätigte auch, dass eine 29-Jährige unter Mordverdacht festgenommen wurde. Weitere Verdächtige gebe es nicht. Die Polizei bitte aber um Zeugenhinweise.

Britischen Medien zufolge soll es sich bei der Frau um Raluca T., die Mutter der Kinder, handeln. Sie wurde am Donnerstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, wie der "Belfast Telegraf" berichtet. Gegen sie wird nun wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt.

Baby in Belfast erstochen
Baby Liam wurde nur zwei Monate alt. Seine zwei Jahre alte Schwester kämpft im Krankenhaus noch um ihr Leben
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Vater der Kinder flog sofort nach Belfast zurück

Die Halbschwester des kleinen Liam erzählt im Interview mit der Zeitung "The Sun", dass ihr Vater am Boden zerstört sei. Er sei bei seinen älteren Töchtern in England gewesen, als er vom Tod seines Sohnes erfuhr. "Mein Vater stand in der Küche meiner Schwester", erzählt die 22-Jährige der Zeitung. "Sie war gerade im Bad und sie hörte nur einen Schrei." Er sei sofort nach Belfast geflogen, um für seine schwer verletzte Tochter im Krankenhaus da zu sein. Der Vater des Babys nahm am Donnerstag auch an einer Mahnwache für seinen toten Sohn teil. Dort bedankte er sich für die Unterstützung und die Anteilnahme der Menschen aus der Nachbarschaft.

Bei ihnen und bei der Familie sitz der Schock über das Drama tief: "Wir sind alle am Boden zerstört", sagt die junge Frau. "Liam war so ein wunderbares Baby – ich kann das einfach nicht begreifen." Sie habe ihren Halbbruder noch nicht einmal kennenlernen dürfen. Seit der Geburt des Babys habe sie noch keine Gelegenheit gehabt, ihn zu sehen. (jgr)

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