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Spanische Nächte: Brite übergibt sich in Mülleimer – Jahre später kommt sein Gebiss per Post

Paul Bishop mit seinem alten Gebiss in der Hand und einem neuen im Mund.
An seine alten Zähne hatte der 63-Jährige schon lange nicht mehr gedacht. Und plötzlich liegen sie eines Tages in seinem Briefkasten. Jetzt sollen die Dritten einen Ehrenplatz bekommen.
Paul Bishop, deutsche presse agentur

2011 verbrachte Paul Bishop im Spanien-Urlaub einen „Sauftag mit den Kumpels“. Dabei gab es wohl das ein oder andere Bier zu viel. Bishop spuckte aus Versehen seine Zahnprothese in einen Mülleimer. Viele Jahre später hat ihn nun ein Päckchen aus Spanien erreicht. Darin: seine alten Zähne. Durch eine DNA-Analyse und mithilfe eines britischen Kulturinstituts konnte er als Besitzer ausfindig gemacht werden. Dem Paket lag ein Brief bei, mit einer Bitte des Instituts.

Wilder Geburtstag endet ohne Gebiss

Das Gebiss von Paul Bishop in einer beschrifteten Plasiktüte.
Ein kleines Paket aus Spanien überrascht den Briten Paul Bishop. Bestellt hatte er dort nichts und trotzdem freute er sich riesig.
Paul Bishop, deutsche presse agentur

Vor elf Jahren spuckte Paul Bishop in Spanien seine dritten Zähne aus Versehen betrunken in einen Mülleimer - nun hat der Brite sie mit der Post zurückerhalten. Die Zähne seien ihm aus Spanien zugesandt worden, sagte der 63-Jährige am Donnerstag der Nachrichtenagentur PA.

„Es war ein Sauftag mit den Kumpels“, erzählte Bishop. Als seine Freunde weiterzogen, kippte er rasch sein Getränk runter - und musste sich übergeben. In der nächsten Kneipe hätten seine Kumpel dann bemerkt, dass die Zähne fehlten. Sie suchten noch danach - aber ohne Erfolg. Bishop verbrachte den Rest des Urlaubs in Benidorm ohne Beißwerkzeuge. Zurück in England kaufte er sich für 600 Pfund Ersatz.

Doch nun erhielt er plötzlich das Original zurück. Es sei ein merkwürdiges Päckchen bei ihm in Stalybridge bei Manchester angekommen, berichtete Bishop. „Ich dachte, da macht sich jemand einen Spaß.“ Doch in einem beigefügten Brief hieß es, er sei anhand eines Treffers in einer DNA-Datenbank identifiziert worden, für die er sich vor Jahren freiwillig registriert hatte.

Mithilfe des britischen Kulturinstituts British Council sei er dann ausfindig gemacht worden - obwohl er seit dem Vorfall dreimal umgezogen sei. Die Zeitung „Manchester Evening Standard“ veröffentlichte das Schreiben.

Dank eines genetischen Fingerabdrucks

„Ich bin erstaunt, dass jemand sich die Zeit genommen hat, mich aufzustöbern und sie mir zu schicken“, sagte Bishop. „Sie sind eindeutig gereinigt worden. Sie sind in perfektem Zustand.“ Die Zähne will er nun in seinem lokalen Clubhaus ausstellen – es war damals ein Klubausflug. Außerdem will er einen Dank nach Spanien schicken. Dabei antwortet Bishop womöglich auch auf einen anderen Hinweis aus dem Brief: Er möge beim nächsten Mal doch vorsichtiger sein. (dpa/ndi)

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