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Bei Fagradalsfjall: Vulkan auf Island nahe der Hauptstadt Reykjavik bricht schon wieder aus

Nach weniger als einem Jahr Pause

Nahe Reykjavik: Island-Vulkan bei Fagradalsfjall bricht schon wieder aus

Vulkan bricht auf Island aus! Lava sprudelt aus der Erde Sensationelles Naturschauspiel
00:36 min
Sensationelles Naturschauspiel
Vulkan bricht auf Island aus! Lava sprudelt aus der Erde

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Mehrere Monate hatte der Vulkan auf der Reykjanes-Halbinsel Lava ausgespuckt , bevor er im September 2021 zur Ruhe kam. Nun ist er wieder ausgebrochen. Nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavik sprudelt glutrote Lava aus einer Erdspalte. Völllig unklar ist, wie lange der neue Ausbruch dauern wird.

300 Meter lange Erdspalte bei Fagradalsfjall spuckt Lava

Der Vulkan war am frühen Mittwochnachmittag in der Nähe des Bergs Fagradalsfjall ausgebrochen. Eine Erdbebenserie und unterirdische Magmabewegungen hatten den Ausbruch zuvor angekündigt. Aufnahmen zeigen, wie glutrote Lava aus einer länglichen Erdspalte sprudelt. Eine größere Gefahr für Menschen und die Umgebung bestand bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht.

Wie die isländische Wetterbehörde am Abend mitteilte, erstellten Wissenschaftler zur Vorbereitung einer Risikobewertung ein erstes Modell, um den etwaigen Weg der Lavaströme vorherzusagen. Für präzise Prognosen war es noch zu früh. Dennoch zeige das Modell, dass es unwahrscheinlich sei, dass wichtige Infrastruktur von dem Ausbruch gefährdet werde, hieß es von der Behörde.

Vulkanausbruch auf Island kann lange dauern

Es ist noch völlig unklar, wie lange der Ausbruch diesmal anhält. Ein vorheriger Ausbruch des unterirdischen vulkanischen Systems der Reykjanes-Halbinsel hatte im vergangenen Jahr von Mitte März bis in den September hinein angehalten, ehe er nach drei Monaten Stillstand im Dezember offiziell für beendet erklärt worden war. Er gilt als die längste Eruption, die in Island bislang aufgezeichnet wurde.

Obwohl das Gebiet nur etwa 30 Kilometer von Reykjavik entfernt liegt, bestand damals keine Gefahr für Menschen und umliegende Orte. Diesmal scheint es ähnlich zu sein: Das isländische Außenministerium schrieb auf Twitter, das Risiko für besiedelte Gegenden und kritische Infrastruktur werde als sehr niedrig betrachtet. Auch Probleme für den Flugverkehr, wie sie der Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 mit sich gebracht hatte, blieben bislang aus.

Hält der Lavafluss an und bleibt die Lage spektakulär, aber ungefährlich, dann könnte sich der Ausbruchsort wie bereits im Vorjahr zu einem Anziehungspunkt für Vulkanologen, Wanderer und Reisende entwickeln. Unzählige Menschen pilgerten damals in das Gebiet, um das Naturspektakel zu erleben. Die Wetterbehörde riet am Mittwochabend zunächst wegen der Gasentwicklung davon ab, sich der Gegend zu nähern - und auch Islands oberster Polizist Vídir Reynisson bat Interessierte, mit dem Gang zur Lava noch etwas zu warten.

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(dpa/cli)