Corona-Lockdown kurz vor Weihnachten

Auch Baumärkte zu: So kommen Heimwerker jetzt an Farbe und Co.

Baumärkte müssen wegen Corona-Lockdown schließen.
Anders als im Frühjahr, müssen Baumärkte beim Jahresend-Lockdown schließen.
shp lop vco, dpa, Sven Hoppe

Alternativen zum Besuch im Baumarkt

Beim Lockdown im Frühjahr durften Bau-und Heimwerkermärkte offen bleiben. Doch die von Bund und Ländern beschlossenen Regeln zur Schließung des Einzelhandels, gelten dieses mal auch für die Märkte von Hagebau, Hornbach ( hier geht es zu aktuellen Hornbach Prospekten und Angeboten), Bauhaus, Obi und anderen Baumärkten. Dabei wollen es die Menschen gerade jetzt vor dem Weihnachtsfest zu Hause besonders schön haben. Und obwohl die Läden deutschlandweit seit Mittwoch geschlossen sind: Ganz auf das Heimwerken verzichten, müssen Sie kurz vor Weihnachten nicht.

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Tipp: Heimwerkerbedarf in SB-Warenhäusern

Das Heimwerken erlebte im Frühjahr einen echten Boom. Denn beim ersten Lockdown durften Baumärkte offen bleiben. Viele Menschen nutzten das, um zum Hobby-Heimwerker zu werden und es sich zu Hause so richtig schön zu machen. Wände streichen, Laminat legen oder den Garten aufhübschen: Vor den Baumärkten bildeten sich damals lange Schlangen. Das wird es diesen Winter nicht geben. Denn von dem Jahresend-Lockdown sind auch die Baumärkte betroffen.

Doch Malereibedarf, Kleinwerkzeug oder Autopflegezubehör gibt es beispielsweise auch in großen Warenhäusern wie „real“. Weil es sich hierbei um Geschäfte des täglichen Bedarfs handelt, bleiben diese Märkte auch während des Lockdowns offen. Die Märkte der Handelskette „Metro“ stehen während des Shutdowns in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern sogar offen für alle Verbraucherinnen und Verbraucher. Kundinnen und Kunden brauchen keine Kundenkarte, um in die Märkte zu kommen. Doch nicht in allen Filialen der Metro finden Einkaufende Heimwerkerbedarf oder Non-Food-Artikel. Die Regelung zur Öffnung für alle Kundinnen und Kunden gilt in NRW bis zum 31.01.2021, für Filialen in Mecklenburg-Vorpommern bis zum 10.01.2021.

Online-Bestellungen bei Baumärkten möglich - mit Wartezeit

Den stationären Handel müssen die Baumärkte zwar bis mindestens 10.01.2021 einstellen, doch die meisten Händler bieten einen Online-Handel an. Alles, was Kunden im Markt kaufen können, kann auch über die jeweiligen Online-Shops bestellt werden. Bestellungen im Paket-Format sind bei Obi sogar ab 50 Euro versandkostenfrei. Bei größeren Bestellungen, die nicht paketfähig sind, entfällt die Versandgebühr ab einem Warenwert von 500 Euro. Auch bei anderen großen Baumarktketten wie Hornbach, Bauhaus oder Hagebau kann das Sortiment online bestellt werden. Wichtig hierbei zu beachten sind die Versandkosten. Denn die können sich je nach Bestellung und nach Größe der Ware sehr unterscheiden. Mit einem Preisvergleich der verschiedenen Märkte können Kunden also richtig sparen.

Lese-Tipp: Akkuschrauber Test und Vergleich!

Schon vor dem Lockdown, der am Mittwoch beginnt, boomte der Online-Handel, Deutsche Post und andere Paktzusteller rüsteten schon vor Wochen auf, um für das diesjährige Weihnachtsgeschäft gewappnet zu sein. Schon jetzt verschickte die Post-Tochter DHL so viele Pakete wie nie und prognostizierte schon im Oktober einen Rekord: Bis zu 1,8 Milliarden Pakete würden wohl dieses Jahr zugestellt, sagte Tobias Meyer, Vorstand der Deutschen Post für den Bereich Post und Pakete, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" schon vor einigen Wochen. Der Lockdown dürfte das Paketaufkommen nochmals deutlich erhöhen. Deswegen kündigte unter anderem die Baumarktkette „toom“ an:

„Aufgrund der hohen Auslastung der Versanddienstleister kann es bei eurer Bestellung im Onlineshop zu Verzögerungen in der Zustellung kommen. Es sollte sich jedoch lediglich um wenige Werktage handeln.“

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Und was ist mit dem Weihnachtsbaum?

Neben vielen privaten Tannenbaumhändlern, sind es vor allem auch die großen Baumärkte, die Nordmanntanne, Blaufichte und Co. im Sortiment haben. Müssen Kunden wegen der Filialschließungen jetzt auf den Weihnachtsbaum verzichten? Wahrscheinlich nicht. Denn für Sachsen, wo der Lockdown schon ab heute gilt, hat Bauhaus angekündigt, dass der Tannenbaumverkauf nach wie vor weiter geht: „Für Privatkunden bleibt der Weihnachtsbaumverkauf während der ausgewiesenen Öffnungszeiten uneingeschränkt möglich“ schreibt die Baumarktkette auf ihrer Homepage. Wahrscheinlich ist, dass dieses Angebot mit Inkrafttreten des deutschlandweiten Lockdowns auch auf die anderen Bundesländer ausgedehnt wird. Denn der Tannebaumverkauf findet meistens auf den Parkplätzen der Märkte statt. Unter Einhaltung der Hygiene-Regeln wird es also weiterhin möglich sein, einen Christbaum zu ergattern. Auch andere Baumarktketten ziehen hier wohl nach.

TVNOW-Doku "Corona - Die 2. Welle"

Wie konnte es zu den vielen Corona-Erkrankten und dann zum Teil-Lockdown kommen? Mit aufwendigen Experimenten ergründen wir das in der neuen Doku „Corona - Die 2. Welle“ auf TVNOW.