Was Ihr Kind Ihnen sagen will

Babys verstehen: Die Kommunikationsformen der Neugeborenen

Kommunikation zwischen Eltern und Kind.
© iStockphoto

24. September 2020 - 14:44 Uhr

Das Kind verstehen: Babys kommunizieren nonverbal

Die Kommunikation des Menschen findet in erster Linie über die Sprache statt. Auf diese Weise lassen sich ganz unterschiedliche Sachverhalte beschreiben und Handlungsaufforderungen weitergeben. Ein Baby kann noch nicht sprechen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht mit Ihnen kommuniziert. Die Babysprache enthält einige verbale Elemente – beispielsweise Weinen, Glucksen oder Brabbeln. Von großer Bedeutung sind auch nonverbale Elemente – die Körpersprache. Wenn Sie diese Babysignale verstehen und richtig interpretieren, führt das zu einer besonders harmonischen Beziehung: Das Baby ist froh, wenn Sie seine Wünsche erfüllen und Sie sind froh, wenn Sie Ihr Kind verstehen.

Auf diese Weise kommuniziert das Baby mit Ihnen

Das Baby beginnt bereits an seinem ersten Lebenstag mit Ihnen zu kommunizieren. Nach der Geburt schreit es in der Regel stark. Das ist sicherlich ein Reflex, doch bringt es dabei bereits zum Ausdruck, dass es nach den Geburtsstrapazen nun Ruhe benötigt. Wenn es dann nach einiger Zeit Hunger hat, weint es wieder. Auch das ist eine Form der Kommunikation. Es bringt zum Ausdruck, dass es gestillt werden will. Bereits nach wenigen Wochen kommen viele weitere Kommunikationsformen hinzu. Das Kind nutzt nun Mimik und Gestik, Arm- und Beinbewegungen sowie viele verschiedene Laute, um seine Wünsche und Gefühle kundzutun.

Verbale Kommunikationsformen: weinen, schreien, glucksen

Das Weinen und das Schreien sind die frühesten Kommunikationsformen, die das Baby verwendet. Doch es differenziert die Laute im Laufe der Zeit deutlich aus. Wenn das Baby tief und drängend weint, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass es Hunger hat. Es kann jedoch auch darauf hinweisen, dass es etwas mehr Ruhe braucht.

Schrille Töne zeigen hingegen häufig Schmerzen an. Ein ruhiges Weinen, das fast wie ein Nörgeln klingt, bedeutet normalerweise, dass das Baby müde ist und schlafen will. Wenn das Kind hingegen laut gluckst, ist das ein Hinweis darauf, dass es gerade einen interessanten Gegenstand entdeckt hat.

Nonverbale Kommunikation: die Körpersprache

Darüber hinaus nutzt das Baby die Körpersprache, um sich mitzuteilen. Ein ganz charakteristisches Zeichen ist das Lächeln, das kaum falsch zu verstehen ist. Wenn das Baby lächelt, ist es mit sich und der Welt zufrieden. Viele Babys nehmen auch ihre Hand in den Mund und nuckeln daran. Oftmals gehen die Eltern davon aus, dass dieses Verhalten Hunger anzeigt. Häufig dient es jedoch der Selbstberuhigung. Verhält sich ihr Baby so, können Sie davon ausgehen, dass es von den Reizen in seiner Umgebung überfordert oder müde ist. Gönnen Sie ihm daher etwas Ruhe.

Das Baby verstehen

Es gibt einige Zeichen und Laute, die fast alle Babys verwenden, um mit ihrer Umgebung zu kommunizieren. Doch senden sie auch ganz individuelle Signale aus, um Freude, ein dringendes Bedürfnis oder Schmerzen anzuzeigen.

Die Aufgabe der Eltern besteht darin, ihr Baby verstehen zu lernen. Wenn Sie dessen Verhalten, seine Laute und seine Körpersprache intensiv beobachten und sich fragen, was es Ihnen dadurch mitteilen will, kommen Sie häufig selbst auf die richtige Antwort. Auf diese Weise können Sie die Bedürfnisse des Kindes stillen und eine erfüllte Zeit miteinander verbringen.