Gute Noten für günstige Drogerie-Marke

Babybrei bei „Stiftung Warentest“: Nur 7 von 20 empfehlenswert

Nicht alle 20 getesteten Babybreie konnten "Stiftung Warentest" in Sachen Nährstoffe überzeugen.
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21. Dezember 2020 - 9:29 Uhr

Viele Babybreie liefern zu wenig Nährstoffe

In den ersten vier bis sechs Monaten bekommen Babys nur Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Doch dann wird es allmählich Zeit für mehr Nährstoffe – Startschuss für die Beikost. Besonders praktisch sind da Babybreie aus dem Gläschen. Aber steckt da auch alles drin, was die Kleinsten brauchen? "Stiftung Warentest" ist skeptisch: Das Magazin kann von 20 getesteten Gemüsebreien mit und ohne Fleisch nur sieben empfehlen. Wir haben die Testsieger- und Verlierer im Überblick.

So wurde getestet

Untersucht wurden 15 fleischhaltige und fünf vegetarische Babymenüs aus dem Glas. Die Zusammensetzung machte dabei 50 Prozent der Gesamtnote aus: Babybrei muss besonders viele Nährstoffe pro Kalorie liefern und sollte deshalb genug Fett enthalten. Bei den meisten Gläschen war das der Fall. Ebenso wichtig ist Eisen: Fleisch ist hier ein guter Lieferant, doch viele Hersteller sparen daran. Zwei vegetarische Breie von Hipp und Alnatura bieten dank Amarant oder Linsen sogar mehr davon als die meisten fleischhaltigen Produkte. Auch auf den Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen wie Zink und Jod wurde im Labor geachtet.

Schadstoffe machten 25 Prozent des Gesamturteils aus. Geprüft wurde etwa auf Pestizide, Nitrat, Schwermetalle oder Weichmacher. Hier kam kein Brei über ein "befriedigend" hinaus, denn in allen wurden Spuren von Furan nachgewiesen. Die Substanz entsteht beim Haltbarmachen der Breie und wirkt in Tierversuchen laut "Stiftung Warentest" krebserzeugend; ob Furan auch die Gesundheit von Babys gefährdet, kann noch nicht zuverlässig beurteilt werden. Die in den Breien gemessenen Gehalte waren niedrig, trotzdem gab es dafür in der Schadstoff-Note Abzüge.

+++ 2019 hat "Stiftung Warentest" bereits Milch-Getreide-Breie getestet – damals schnitten nur drei Produkte gut ab. +++

3 der besten Babybreie

  • dmBio Fenchel-Pastinake mit Couscous & Huhn, ca. 0,46 Euro pro 100 Gramm, Note 2,2
  • Hipp Vegetarisches Menü Couscous-Gemüse-Pfanne, ca. 0,66 Euro pro 100 Gramm, Note 2,2
  • Bebivita Rahmkartoffeln mit Karotten und Hühnchen, ca. 0,45 Euro pro 100 Gramm, Note 2,3

Die 3 Schlusslichter im Babybrei-Test

  • Milasan Bio Karotten, Kartoffeln mit Rindfleisch, ca. 0,31 Euro pro 100 Gramm, Note 3,4
  • Rossmann Babydream Kürbis mit Reis und Huhn, ca. 0,34 Euro pro 100 Gramm, Note 3,4
  • Rossmann Babydream Buntes Gartengemüse mit Nudeln, ca. 0,34 Euro pro 100 Gramm, Note 3,5

Alle Testergebnisse finden Sie bei "Stiftung Warentest".

Sichere Variante: Babybrei selbst kochen

Mit selbstgekochtem Babybrei lassen sich Schwachstellen gekaufter Gläschen – wie zu wenig Eisen und der Furan-Gehalt – vermeiden.

Was Sie dabei beachten sollten und mit welchen Geräten es am einfachsten geht, erklären wir hier.

Ob mit Gemüse, Obst oder Milch: Gesunde Brei-Rezepte für Ihr Baby haben wir hier für Sie zusammengestellt.