Auf dem Friedhof von Boissy-sans-Avoir: Unbekannte öffnen Romy Schneiders Grab

ARCHIV - Die österreichische Schauspielerin Romy Schneider in dem Film "Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen" (Archivfoto aus dem Jahr 1974). Am 23.09.2008 wäre die als Kaiserin "Sissi" bekanntgewordene Actrice 70 Jahre alt geworden. Foto: Rauchwetter dpa (zu dpa-KORR: "Überdosis Weiblichkeit - 'Mythos' Romy Schneider lebt") +++(c) dpa - Bildfunk+++
Romy Schneider im Film 'Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen' (1974).

Das Grab der 1982 verstorbenen Schauspielerin Romy Schneider in der Nähe von Paris ist geschändet worden. Ein Unbekannter oder mehrere Unbekannte hätten vermutlich am vergangenen Wochenende auf dem Friedhof von Boissy-sans-Avoir den Grabstein verrückt und damit die Gruft geöffnet. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Montag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Das Grab von Romy Schneider und ein Gendarme in schwarz-weiß.
Das Grab der Schauspielerin Romy Schneider. Sie starb 1982 in ihrer Pariser Wohnung.
deutsche presse agentur

Eine offizielle Bestätigung war zunächst nicht zu erhalten. Das Grab sei nach erstem Eindruck nicht beschädigt worden, so die Agentur.​

Die in Wien geborene Schneider (mit bürgerlichem Namen Rosemarie Magdalena Albach) war nach Schicksalsschlägen am 29. Mai 1982 im Alter von nur 43 Jahren an Herzversagen gestorben. Als junge Frau war sie mit der «Sissi»-Filmtrilogie bekanntgeworden. Sie verkörperte damals die österreichische Kaiserin Elisabeth (historisch Sisi).

In Frankreich gelang «La Schneider» der Wandel zur gefeierten und ausgezeichneten Charakterdarstellerin. Im Juli 1981 verunglückte ihr 14-jähriger Sohn David tödlich an einem Zaun. Nur wenige Monate später starb die Schauspielerin in der Wohnung ihres Lebensgefährten Laurent Pétin.