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Armin Laschet verliert an Zustimmung - Kann seine Wahlkampftour ihn retten?

Wahlkampfauftakt in Frankfurt

CDU-Vorsprung schrumpft: Jetzt muss sich Laschet durchboxen

Hier steigt Armin Laschet in den Boxring Wahlkampftour gestartet

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RTL/ntv-Trendbarometer: Laschet hängt in den Seilen

Armin Laschet läutet seine Wahlkampftour ein, und zwar in einem Frankfurter Box-Club. Ein Termin mit Symbolwirkung? Schließlich muss der CDU-Kanzlerkandidat beim aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer einen ordentlichen Kinnhaken von Kontrahent Olaf Scholz einstecken.

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Laschet in Frankfurt: Sporteinrichtung für Jugendliche als Wahlkampfauftakt

Armin Laschet in Frankfurter Boxclub
Großer Trubel im Frankfurter Boxcamp. Laschet betont, wie wichtig Einrichtungen wie diese für Kinder und Jugendliche seien.
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Symbolträchtiger könnte der Wahlkampf-Auftakt ausgerechnet in einem Boxclub von Armin Laschet kaum sein. Denn der Kanzlerkandidat hängt selbst in den Seilen, ist angezählt: Im RTL/ntv-Trendbarometer verliert die CDU drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche und steht bei 23 Prozent. Damit schrumpft der Abstand zu den Grünen, die mit 20 Prozent aktuell die zweitstärkste Partei bilden.

In Frankfurt besucht Laschet am Mittwoch ein Boxcamp der Sportjugend vor Ort. Das Sportpädagogikprojekt verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, Integration zu fördern und Aggressionen abzubauen. Initiativen wie diese hätten in der Corona-Krise stark gelitten, so der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, der selbst für ein paar Minuten in den Ring stieg.

Aktuelle Umfragewerte vor Bundestagswagl: Union verliert, SPD holt auf

Union verliert an Zustimmung RTL/ntv-Trendbarometer

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Armin Laschet im Boxring
Bereit zum Kampf? Armin Laschet im Boxring.
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Laschet fordert: „Einen Lockdown darf es nicht mehr geben. Wir müssen daran denken, was das für Kinder und Jugendliche bedeutet.“ Deswegen müsse man das Impfen voranbringen. Inspiriert von den Sportlerinnen und Sportlern um sich herum gibt sich der Kanzlerkandidat kampflustig: „Boxer haben Nehmerqualtäten, aber auch die Eigenschaft, sich zu konzentrieren, zu kämpfen. Sie wissen, was sie wollen – und das steht die nächsten sechs Wochen auch bei uns an.“ Dazu gehört ein Wahlkampf, der endlich politisch werden muss: "Umfragen gehen auf uns ab, es geht aber um die inhaltliche Auseinandersetzung.“ Als Beispiel nennt er die die Vereinbarkeit von Klimapolitik und Industrie.

Gegenüber RTL: Unionspolitiker zweifeln an Kandidat Laschet

Dass der Wahlkampf Schwung aufnehmen muss, zeigen auch die Kanzlerpräferenzen der Deutschen: Wenn sie ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 26 Prozent für Olaf Scholz, 16 Prozent für Annalena Baerbock und 12 Prozent für Armin Laschet entscheiden. Bedeutet für den Kanzlerkandidaten der Union: Raus aus der Defensive. Denn nicht nur von den Wählerinnen und Wählern, sondern aus den eigenen Reihen kommt heftige Kritik. „Laschet zieht leider gar nicht. Wenn das so weiter geht, bekommen wir eine komplett linke Regierung“, orakelt ein Unionspolitiker gegenüber RTL. Auch der Ruf nach einem Kandidatenwechsel wird lauter. Frust mache sich sich breit, man setzt auf Laschets Deutschlandtour: „Er muss raus aus NRW und die Leute im ganzen Land treffen.“

Harter Schlag: Söder würde mehr als dreimal so viele Stimmen bekommen

ARCHIV - 27.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Münster: Armin Laschet (CDU, l), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident des Landes Bayern, sitzen beim offiziellen Start der Unions-Parteien zum Europawahl
Söder als Kanzler – für viele Wählerinnen und Wähler noch immer Thema,.
gki tba fdt jai gfh tba amr gfh , dpa, Guido Kirchner

Markus Söder wäre aus Sicht vieler Wähler der bessere Kandidat der Union. 40 Prozent würden ihm bei einer Kanzler-Direktwahl die Stimme geben – das sind mehr als dreimal so viele wie für Laschet. Söder wäre auch für andere Parteien attraktiv: 27 Prozent der Wähler anderer Parteien können sich vorstellen, den Bayern zum Kanzler zu wählen. Das gilt auch für 44 Prozent der FDP-Wähler, 39 Prozent der Unentschlossenen und 55 Prozent der Unions-Wähler von 2017, die derzeit nicht mehr CDU oder CSU wählen wollen. (forsa/fge)

Und so stehen die Parteien bei den anderen Wahlforschungsinstituten