Betrunkener Mann raste sieben Deutsche in den Tod

Arbeitskollege von Stefan L.: "Sein Leben ist futsch!"

7. Januar 2020 - 14:52 Uhr

Im Video spricht der Arbeitskollege von Stefan L.

Der Autofahrer, der in Südtirol betrunken sieben junge Deutsche getötet hat, sitzt seit Montag in Haft. Stefan L. bereue den Unfall im Wintersportort Luttach laut seines Anwalts. Dem 27-Jährigen drohen wegen der Schwere des Unglücks bis zu 18 Jahre Haft. Im RTL-Interview beschreibt ihn sein Arbeitskollege Lorenz Gröber als hilfsbereiten und aufgeweckten Menschen. Mehr dazu im Video.

Auch die schlechten Lichtverhältnisse seien schuld

Lorenz Gröber hat trotz des Unfalls ein positives Bild von seinem Arbeitskollegen Stefan L. Er tue dem 52-Jährigen leid. Sein Leben sei jetzt "futsch". Vor allem als junger Mensch sei solch eine Tragödie sehr schwierig. Mit fast 2 Promille hätte er natürlich nicht ins Auto einsteigen dürfen. Es liege aber auch an den sehr schlechten Lichtverhältnissen. "Die ganze Straße ist nicht anständig beleuchtet. Bei ein bisschen Nebel sieht man nichts", beschreibt Gröber im RTL-Interview.

Siebtes Unfallopfer stirbt im Krankenhaus

Der 27-Jährige war in eine Gruppe junger Skitouristen gerast. Dabei kamen sechs Deutsche ums Leben, elf weitere Menschen wurden verletzt. Eine schwerverletzte Frau aus Deutschland starb am späten Nachmittag in einem Innsbrucker Krankenhaus, wie die Polizei in Bozen mitteilte. Der zweite schwer verletzte Patient, der in Innsbruck behandelt wird, sei auf dem Weg der Besserung.