Integration ins Gesamtbild der Natur

Anwohner "not amused": Neuer Telefonmast sieht aus wie gigantische Klobürste

Strommast aus Schottland, der aussieht wie eine Klobürste.
Telefonmast oder Baum? Oder vielleicht doch eher eine gigantische Klobürste?
ACTIONPRESS FOTO

Falls Sie sich beim Anblick dieses Ungetüms, das mitten auf dem Feld in die Luft emporragt, auch fragen, was es damit auf sich hat, sind Sie vermutlich nicht allein. Die verärgerten Anwohner aus South Queensferry in Schottland vergleichen den 25 Meter hohen Telefonmast mit einer gigantischen Klobürste und sind dementsprechend wenig begeistert. Doch eigentlich soll der Mast einem Baum gleichen und sich somit so unauffällig wie möglich in die Natur einreihen. Ob dieser Plan aufgegangen ist?

"Gigantische Klobürste": Die Anwohner sind verärgert

Im Juni 2022 erteilten Beamte des Stadtrats von South Queensferry in Schottland die Baugenehmigung für den 25 Meter hohen Telefonmast, wie der „Daily Record“ berichtet. Seitdem ragt das Bauwerk mitten auf dem Feld eines Bauernhofs in die Lüfte. 20 offizielle Beschwerden von verärgerten Anwohnerin gingen seitdem ein. Das Problem: Eigentlich sollte der Mast so verschönert werden, dass er weniger auffällig ist und sich damit mehr in das Gesamtbild der Natur integriert.

Doch das dürfte laut Kritikern nach hinten losgegangen sein. Verärgerte Anwohner vergleichen den Mast eher mit einer gigantischen Klobürste und kritisieren, dass der Versuch, das Bauwerk mit Grün zu verbergen, nicht funktioniert habe. Vor allem, weil er nun mehr als doppelt so hoch sei wie die angrenzenden Bäume.

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Kritik: Mast störe die denkmalgeschützte und geschichtsträchtige Umgebung

Beim Stadtrat von Edinburgh wurden bereits einige Beschwerden eingereicht. Viele Anwohner befürchten, dass sich der Mast nachteilig auf das 200 Jahre alte Dundas Castle auswirke, das etwa 20 Gehminuten entfernt liegt.

Im Einspruch heißt es: „Es hat den Anschein, dass die Höhe dieses Mastes wesentlich höher ist als die der umliegenden Bäume und von den umliegenden Grundstücken innerhalb des denkmalgeschützten Gebietes aus gesehen werden könnte, einschließlich der Livery und der Grundstücke der denkmalgeschützten Dundas Home Farm.“ Und das hätte erhebliche negative Auswirkungen auf die Umgebung.

Es würde außerdem Auswirkungen auf die Tierwelt haben, da Fledermus-Aktivitäten in der 40 Meter vom geplanten Standort entfernten Scheune beobachtet wurden. Für sie soll das blinkende Licht der Mastspitze problematisch sein. Dies sorge zudem dafür, dass der Telefonmast eben NICHT mit der Umgebung verschmilzt.

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Wer ist überhaupt für den Telefonmast verantwortlich?

Bei dem kurios aussehenden Telefonmast handelt es sich um einen Ersatzmast, der von Broadband Network Limited (MBNL) gebaut wurde. Ein Sprecher des Unternehmens sagte: „Die Planungsbehörde akzeptierte die Vorschläge der Betreiber für einen baumförmigen Mast, um die visuelle Beeinträchtigung zu verringern und gleichzeitig sicherzustellen, dass die kritische Mobilfunkabdeckung für die Kunden in diesem Gebiet weiterhin zur Verfügung steht. Dementsprechend wurde das Design genehmigt.“

Wie es mit der gigantischen Klobürste weitergeht, bleibt abzuwarten. Laut der schottischen Zeitung soll der Stadtradt von Edinburgh um eine Stellungnahme gebeten worden sein. (vdü)