"Ich mag Sex. Und dafür werde ich auch noch bezahlt."

Anwältin arbeitet nebenberuflich im Puff - für die Entkriminalisierung von Prostitution

© Katherine Sears

12. September 2019 - 13:51 Uhr

Tagsüber Strafverteidigerin, nachts Prostituierte

Viele Leute haben einen Zweitjob, um über die Runden zu kommen oder sich ein bisschen Luxus zu gönnen. Auch Katherine Sears hat einen Nebenjob - doch der hat es in sich. Tagsüber arbeitet die 30-jährige Amerikanerin als Strafverteidigerin. Doch nachts tauscht sie Kostüm gegen sexy Klamotten: Katherine Sears arbeitet Teilzeit in einem Bordell - und verdient dort mehr als in ihrem Hauptberuf.

Ihr Verdienst im Nebenjob: 55.000 Dollar in drei Wochen

Jeden Monat reist die junge Anwältin aus Des Moines, Iowa quer durchs Land, um in Nevada ihren Nebenjob als Prostituierte nachzugehen. Drei Wochen im Monat ist Katherine dann nicht mehr die toughe Strafverteidigerin und liebevolle Mutter und Ehefrau, sondern die verführerische Liebesdienerin, die sich für Schäferstündchen mit Männern bezahlen lässt. Doch warum hat sie ausgerechnet diesen Berufszweig gewählt? "Ich mag Sex. Sex macht Spaß. Und ich werde dafür auch noch bezahlt", erzählt sie 'WNDU News'. Und der Zweitjob-Verdienst hat es in sich: Knapp 55.000 US-Dollar (umgerechnet ca. 49.817 Euro) hat Katherine Sears in drei Wochen verdient. Pro Tag empfängt Katherine Sears zehn bis 15 Kunden.

Katherines Ehemann ist es "egal", dass sie im Rotlichtgewerbe arbeitet

Seit drei Jahren geht Katherina bereits ihren Zweitjob als Callgirl nach, damals studierte sie noch. Während des Jura-Studiums lernte sie auch ihren Ehemann John Sears kennen und der hat mit  Nebenberuf seiner Frau keine Probleme. Ihm sei es "egal", beide sähen die Prostitution als "normalen Job".

Sears will die Prostitution in den USA legalisieren

Katherine Sears ungewöhnliches Doppelleben sorgt derzeit für Schlagzeilen. Auch weil Prostitution in allen Staaten verboten ist - außer in Nevada. Aus diesem Grund ist die Anwältin mit ihrem Zweitjob an die Öffentlichkeit gegangen, sie will sich für die Entkriminalisierung von Prostitution einsetzen. Im Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender KCCI sagt sie: "Ich glaube, je mehr wir über das Thema reden, desto besser stehen unsere Chancen, die angestrebte Entkriminalisierung zu erreichen."