Das Phänomen „Andropause“

Daran erkennen Sie, dass Ihr Mann in den „Wechseljahren“ ist

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9. Oktober 2019 - 14:48 Uhr

Die männlichen Wechseljahre sind nicht mit den weiblichen vergleichbar

Nur Frauen zwischen 40 und 50 Jahren kommen in die Wechseljahre? Von wegen! Auch bei Männern in dem Alter kann das große Hormonchaos ausbrechen. Die Andropause, wie das Phänomen bei den Männern genannt wird, ist laut Urologe Prof. Dr. Sommer aber nicht mit der weiblichen Menopause vergleichbar. Während bei Frauen sehr plötzlich und rapide das Sexualhormon Östrogen abgebaut wird, nimmt das männliche Sexualhormon Testosteron mit den Jahren allmählich und individuell ab. Die Andropause ist also keine Analogie zur Menopause. Es gibt verschiedenste Begrifflichkeiten, die die Veränderung im männlichen Körper beschreiben sollen, wie Aging Male Syndrom, Testosteron-Mangel-Syndrom oder altersbedingter Testosteronmangel.

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen wie bei Frauen? Wir zeigen Ihnen, woran Sie laut Prof. Dr. Sommer erkennen können, dass die Hormone bei Ihrem Mann verrückt spielen.

5 Anzeichen, dass sich das Testosteron beim Mann reduziert

  • Nachlassen der Konzentrations- und Belastungsfähigkeit am Arbeitsplatz, häufige Tiefs am Nachmittag
  • Allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Lustlosigkeit
  • abnehmende Sexualität und sexuelle Probleme
  • Meidung körperlicher Aktivitäten wie Sport
  • Schlafstörungen

Mann in den Wechseljahren? Die Symptome können auch andere Ursachen haben

Nicht all diese Veränderungen des männlichen Körpers lassen sich auf die Veränderung des Hormonhaushalts schieben. Die Ursache können beispielsweise Erkrankungen der Leber, Niere oder des Herz-Kreislauf-Systems oder sogar bösartige Tumore sein. "Suchen Sie in diesem Fall Ihren Arzt auf und besprechen Sie diese Themen, sodass dieser andere Erkrankungen ausschließen kann und mit Ihnen die weiterführende Therapie bzw. Behandlung festlegt", empfiehlt der Urologe.

Und: Der Grund für eine Veränderung der Testosteronproduktion passiert nicht nur auf natürlichem Wege durch den Körper, sie kann auch durch Medikamente entstehen. Falls Sie Medikamente einnehmen, überprüfen Sie also die Packungsbeilage!