Der Angreifer soll tot sein

Virginia: Schütze eröffnet das Feuer in Walmart - mehrere Todesopfer

Die Polizei ist derzeit vor Ort bei einem Walmart in Chesapeake (Virginia), wo offenbar ein Schütze das Feuer eröffnet hat.
Die Polizei ist derzeit vor Ort bei einem Walmart in Chesapeake (Virginia), wo offenbar ein Schütze das Feuer eröffnet hat.
AP

Mehrere Menschen sind in einem Walmart in Chesapeake (US-Bundesstaat Virginia) erschossen worden. Ein Mann hatte am Dienstagabend offenbar das Feuer eröffnet, er soll unter den Toten sein. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus.

War der Schütze ein Walmart-Angestellter?

Als die Polizei gegen 22.12 Uhr Ortszeit am Tatort eingetroffen sei, habe die Schießerei geendet, sagte der Polizeisprecher von Chesapeake, Leonard J. Kosinski, bei einer Pressekonferenz. In dem Geschäft hätten die Einsatzkräfte mehrere Tote und Verletzte aufgefunden, eine Leiche habe vor dem Walmart gelegen. Die genaue Opferzahl ist noch nicht bekannt. Es seien „im Moment weniger als zehn“, so Kosinski. Der Schütze soll tot sein, unklar blieb, ob er sich selbst gerichtet hat. Ob es sich um einen Mitarbeiter des Geschäfts handelte, müsse derzeit noch geklärt werden. Derzeit kursiert bei Twitter ein Video eines mutmaßlichen Angestellten, der behauptet, sein Manager sei in den Pausenraum gestürmt und habe dort mehrere Personen erschossen.

Die Polizei durchsucht das Gebäude auf der Suche nach weiteren Opfern. In dem riesigen Einkaufszentrum gebe es "viele Verstecke" für Kunden, die möglicherweise Schutz gesucht hätten. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich vom Tatort fernzuhalten.

Mutter warnte Tochter per SMS vor Schützen

Die Tochter einer Augenzeugin sagte dem Nachrichtensender CNN, dass ihre Mutter während der Schießerei im Walmart gewesen sei. Betsy Umphlett habe ihr aus dem Laden heraus eine SMS geschickt, um sie zu warnen, dass jemand das Feuer eröffnet habe. "Ich weine, ich zittere", sagte Joetta Jeffery CNN. "Ich hatte gerade mit ihr über den Kauf von Truthähnen für Thanksgiving gesprochen, da kam diese SMS." Ihre Mutter sei unverletzt, stehe aber unter Schock. Im Chesapeake Conference Center wurde derweil ein „Wiedervereinigungszentrum“ errichtet, wo sich Angehörige melden können, um zu erfahren, ob es ihren Lieben gut geht, teilte die Stadtverwaltung mit. Sie bat gleichzeitig darum, dass nur unmittelbare Familienangehörige und Notfallkontakte der Personen, die in dem Laden waren, das Zentrum aufsuchen sollen.

Chesapeake liegt südlich von Norfolk in der Nähe der Atlantikküste von Virginia. Dort leben nach jüngsten Erhebungen rund 250.000 Menschen. Senator und Demokrat Mike Warner sagte in einer Erklärung, er sei "erschüttert über die Berichte über ein weiteres Massshooting".

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CLH/ID/, REUTERS, ISAIAH DOWNING

Die Schießerei in Chesapeake folgt auf ein viel beachtetes Massaker in dem bekannten LGBTQIA*-Nachtclub „Club Q“ in Colorado Springs, Colorado, bei dem fünf Menschen getötet wurden. (cwa)

Diese Meldung wird fortlaufend aktualisiert.