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Amber Heard & Johnny Depp vor Gericht: Psychologin attestiert ihr Borderline-Störung

Zeugenaussagen vor Gericht

Psychologin im Depp-Prozess: Amber Heard habe Borderline-Störung

Amber Heard wurde von einer Psychologin attestiert, dass sie Persönlichkeitsstörungen habe. Das dürfte Johnny Depp in die Karten spielen.
Amber Heard wurde von einer Psychologin attestiert, dass sie Persönlichkeitsstörungen habe. Das dürfte Johnny Depp in die Karten spielen.
picture alliance

In dem laufenden Prozess, den „Fluch der Karibik“-Star Johnny Depp (58) gegen seine Ex-Frau Amber Heard (36) führt, sind am Dienstag (26. April) unter anderem eine Psychologin und eine Polizistin in den Zeugenstand getreten. Im Gericht des Bezirks Fairfax sagte die Rechtspsychologin Shannon Curry aus: Sie habe bei Heard eine Borderline-Persönlichkeitsstörung festgestellt.

Heard neige zu emotionaler Instabilität und plötzlichen Wutausbrüchen

Curry war von Depps Anwälten beauftragt worden, ein Gutachten über Heard zu erstellen. Sie habe unter anderem Gesundheitsakten und Audioaufnahmen geprüft und sei zweimal mit der Schauspielerin für Tests zusammengetroffen. Ihrer Einschätzung nach neige Heard zu emotionaler Instabilität und plötzlichen Wutausbrüchen , die auch mit Gewalt einhergehen könnten.

Depps Anwälte hoffen, mit dieser Aussage die Behauptung des Schauspielers zu untermauern, der sich als Opfer in der explosiven Beziehung beschrieben hatte. Im Zeugenstand erklärte Depp unter Eid, Heard niemals geschlagen zu haben. Am Montag hatte er seine viertägigen Aussagen abgeschlossen. Im Kreuzverhör mit den Anwälten seiner Ex-Frau wurde er mit teils schockierenden Videos, Fotos und Audioaufnahmen konfrontiert, mit denen Heards Anwälte ein Bild von Depp als Süchtigen mit heftigen Ausfällen zeichnen wollten. Auch Heard soll in dem mehrwöchigen Prozess noch aussagen.

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Scheidung nach nur 15 Monaten Ehe

2016 hatte die Schauspielerin nach nur 15 Monaten Ehe die Scheidung eingereicht. Sie warf dem Hollywood-Star häusliche Gewalt vor. In seiner Zivilklage hält Depp seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der „Washington Post“ veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies hätte seinem Ruf geschadet. Wegen Verleumdung klagt Depp auf rund 50 Millionen Dollar (gut 45 Millionen Euro) Schadenersatz.

Auch die Aussage einer Polizistin in einer zuvor aufgenommenen Videoschalte wurde am Dienstag im Gerichtssaal gezeigt. Melissa Saenz beschrieb darin, dass sie nach einem Streit der Eheleute im Mai 2016 zu deren Penthouse in Los Angeles gerufen worden sei. Sie habe Heard weinend vorgefunden, aber keine Spuren von Verletzungen oder Sachschäden in der Wohnung entdeckt. Sie habe Heard nicht als Opfer häuslicher Gewalt angesehen, sagte Saenz aus. Wenige Tage nach dem Vorfall hatte die Schauspielerin vor Behörden erklärt, Depp habe ihr Verletzungen zugefügt. (dpa/rla)