Schweizer Studie zeigt:

Medien-Multitasking schadet der Psyche von Kindern

Stundenlang daddeln, chatten, Videos gucken - wie gesund ist das für Kinder?
Stundenlang daddeln, chatten, Videos gucken - wie gesund ist das für Kinder?
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18. November 2021 - 10:56 Uhr

Art und Weise, wie Kinder Medien nutzen, spielt auch eine wichtige Rolle

Dass Eltern ein Auge darauf haben sollten, wie häufig und welche Medien ihre Kinder nutzen, ist klar. Eine Studie mit Genfer Schulkindern zeigt jetzt: Wenn es um die psychische Gesundheit von Kindern geht, ist auch die Art und Weise, wie Kinder Medien nutzen, entscheidend. Einen Film schauen und gleichzeitig im Internet surfen, ist dem Forscherteam zufolge beispielsweise nicht zu empfehlen – Medien-Multitasking geht unter anderem mit schlechterer psychischer Gesundheit einher.

Studienteilnehmer zwischen acht und zwölf Jahre alt

Das Forschungsteam um Pedro Cardoso-Leite von der Universität Luxemburg hat mit Genfer Wissenschaftlern im Fachmagazin "Plos One" eine Studie veröffentlicht. Die Auswirkung des Medienkonsums von 118 acht- bis zwölfjährigen Schulkindern wurde untersucht. Dabei ging es um Aspekte wie Aufmerksamkeitsspanne, schulische Leistungen und psychische Gesundheit. Ergänzend analysierten die Forscher die Mediennutzung der Studienteilnehmer.

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Simultane Mediennutzung hat negativen Effekt auf Psyche, Schlaf und Aufmerksamkeitsvermögen

Die Untersuchungen zeigten, dass bei den Kindern vor allem die simultane Nutzung verschiedener Medien zu einer schlechteren psychischen Gesundheit, zu schlechterem Schlaf sowie zu einer geringeren Aufmerksamkeitsspanne führte. Auch Lehrer berichteten, dass Medien-Multitasking bei Schülern häufiger zu ADHS-ähnlichem Verhalten führt. (jos)