ADAC-Fahrradhelmtest 2020

Coole und sichere Helme müssen nicht teuer sein

Fahrradhelme sollen nicht nur schützen, sondern auch gut aussehen.
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03. Juni 2020 - 16:26 Uhr

Alle getesteten Helme haben bestanden

Für viele Jugendliche muss ein Fahrradhelm cool aussehen. Deshalb sind bei ihnen sogenannte BMX-, Skate- oder Inline-Helme gefragt. Der ADAC hat in einem Test zehn dieser Helme auf Sicherheit, Handhabung und Komfort, Hitzebeständigkeit sowie Schadstoffgehalt überprüft. Die gute Nachricht: Keiner der Helme fällt durch.

Der Kopf muss gut geschützt werden

Auch wenn bei Kindern und Jugendlichen die Optik eine große Rolle spielt, so steht die Sicherheit bei einem Fahrradhelm an erster Stelle. BMX-, Skate- oder Inline-Helme sollten bestenfalls ein schönes Design haben und sie sollten sicher sein. Denn bei den meisten Fahrradunfällen verletzen sich die Fahrer am Kopf - und das kann lebensbedrohlich sein. Typisch für diese Art der Helme ist die geschlossene, abgerundete Form mit wenigen Belüftungsöffnungen.

Keiner der getesteten Helme schneidet – selbst bei einem harten Stoß – schlecht ab. Drei Modelle bekommen ein "Gut" – die anderen sieben ein "Befriedigend". Sogar die günstigen Modelle können im Test überzeugen. Und keiner der Helme im ADAC-Test enthält Schadstoffe.

Die Testsieger erreichen alle ein "Gut"

Der leichteste und teuerste Helm (60 Euro) ist auch der am besten bewertete:

  • Für den ADAC ist der "Uvex hlmt 4 cc"* 🛒 der Testsieger (Note "gut", 2,3).
    Er ist leicht einstellbar, bequem und gut belüftet. Und obwohl er sehr stabil ist, wiegt der Helm nur 279 Gramm. Somit ist er 190 Gramm leichter als der schwerste Helm im Test.

Dass gute Helme nicht teuer sein müssen, zeigt der Zweitplatzierte (Note "gut", 2,4). Der Helm "Prophete Nr. 0424" kostet ca. 25 Euro und gehört im Test zu den günstigeren Helmen. Das beste Ergebnis im Test erzielt das Modell bei den Stoßdämpfungseigenschaften.

Bronze geht an den 42 Euro teuren Helm "Giro Quarter FS"* 🛒 (Note "gut", 2,5). Ein bequemer und angenehm zu tragender Helm und die Gurtbänder lassen sich mühelos verstellen. Negativ: Das Einstellrad für die Verstellung der Größe ist nicht gut zu erreichen.

Die Verlierer im ADAC-Test

Testverlierer ist der Helm "Fischer Modell FZ-025" (Note "befriedigend", 3,0). Die Beklebung der Außenschale verändert sich bei Wärme sehr stark: Die Folienenden rollen sich ungünstig hoch, sodass der 28 Euro teure Helm nicht mehr verwendet werden sollte. Außerdem verrutschen die Gurte an der Seite leicht - dadurch sitzt der Helm nicht optimal.

Den günstigsten Helm im Test "BTwin Teen 520" (Note "befriedigend", 2,8) bekommt man schon für unter 20 Euro. Zwar schützt dieser Helm ausreichend, aber dafür schwächelt er in anderer Hinsicht. So gibt es keine Möglichkeit, die Gurte an den Ohren zu verstellen und das Schloss am Kinn hat kein Polster. Auch negativ: Unter Hitzeeinwirkung entwickelt der Helm einen starken, unangenehmen Geruch.

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