Beim Effzeh gilt 2G

Nur noch Geimpfte oder Genesene im Kölner Stadion

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach
1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach
© dpa, Federico Gambarini, fg nic

07. August 2021 - 11:38 Uhr

Negativtest bringt nix mehr

Wer den Effzeh in der neuen Saison live im Stadion sehen will, kommt mit einem negativen Corona-Test ab dem zweiten Heimspiel nicht mehr weiter. Dann kommen beim 1. FC Köln laut übereinstimmenden Medienberichten nur noch Geimpfte oder Genesene ins Stadion.

Ausnahmen für Kinder und Jugendliche

Laut WDR bestätigte eine Vereinssprecherin, dass ein negativer Corona-Test ab dem zweiten Heimspiel am 28. August gegen den VfL Bochum nicht mehr ausreiche. Zuvor hatten auch der "kicker" und die "Bild" darüber berichtet. Ausnahmen sollen weiterhin für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sowie für aus medizinischen Gründen von der Impfung ausgeschlossene Personen gelten.

Ohne Impfung wird's auf Dauer schwierig

Zum ersten Heimspiel gegen Hertha BSC am 15. August rechnen die Kölner mit 16.500 Zuschauern, von denen aber 1.000 auch mit einem negativen Corona-Test Zutritt bekommen sollen. "Impfen ist der Schlüssel zurück zu einer veränderten Normalität - ohne den wird es auf Dauer schwierig", zitierte die "Bild" am Freitag FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Der Club hatte zuletzt beim Training die Möglichkeit zum Impfen angeboten. Am Mittwoch nahmen 87 Personen das Angebot wahr, wie die Kölner mitgeteilt hatten.

Die Zulassungsbestimmungen zu Sportveranstaltungen werden politisch immer wieder diskutiert. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in einem Interview dem "Münchner Merkur" zuletzt gesagt, für "essenzielle Dinge wie öffentliche Verkehrsmittel oder den Rathaus- oder Krankenhausbesuch" müsse es weiterhin die Zugangsmöglichkeit nur mit Maske oder Test geben.

Aber für "Bereiche, die nicht zur Grundversorgung gehören", könne er sich auch einen Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene vorstellen. "Oder einen beschränkten Zugang - dass zum Beispiel zu einem Fußballspiel im Bayern-Stadion 30.000 Geimpfte und dazu noch 2.000 Getestete kommen dürfen", so Spahn.

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Hoffenheim will an 3G festhalten

Gegen solche Beschränkungen ist zum Beispiel die TSG Hoffenheim. Der Zutritt in die Stadien sollte auch für Getestete weiterhin möglich sein. Wir halten nichts davon, aus 3G schleichend ein 2G zu machen», sagt TSG-Geschäftsführer Jan Mayer der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten": "Das wäre eine Impfpflicht durch die Hintertür. Wir sollten uns hier nicht für politische Zwecke instrumentalisieren lassen." Die 3G-Regel steht für Geimpfte, Genesene und Getestete - und gilt bei etlichen Veranstaltungen. (dpa/mli)