7. Januar 2019 - 16:27 Uhr

51 Kilo weniger dank Low-Carb-Diät

Die Low-Carb-Diät soll wahre Wunder bewirken und Pfunde purzeln lassen. Dass das tatsächlich funktioniert, kann Saskia (28) bestätigen. Sie hat durch den Verzicht auf Kohlenhydrate und mit anschließendem Personal Training beachtliche 51 Kilo abgenommen. Wir erklären, wie die Low-Carb-Diät funktioniert und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten.

Einfach abnehmen? Von wegen!

2018 war für die 28-jährige Saskia das Jahr der großen Vorsätze. Sie wollte abnehmen, und zwar um jeden Preis. Denn die Kilos lasteten ihre schwer auf Körper und Seele. Immerhin stattliche 168, 8 Kilo brachte die 28-Jährige auf die Waage. Was Saskia dazu bewogen hat, wirklich mit der Diät zu beginnen, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hat und wie sie es am Ende schafft, ganze 51 Kilo abzunehmen, erzählt die junge Mutter im Video.

Tschüss Pasta, Brötchen & Co!

Low-Carb-Diäten versprechen große Abnehmerfolge und erfreuen sich daher großer Beliebtheit. "Low Carb" steht für "wenig Kohlenhydrate" und soll zu schnellem Erfolg beim Abnehmen führen, ohne dass man währenddessen hungern muss. Dabei basieren Low-Carb-Diäten auf dem Prinzip, dass der Körper mehr Fett verbraucht, wenn er auf den Verzehr von Kohlenhydraten verzichtet, weil er so schneller an die Fettreserven geht.

Dafür stehen bei diesen sogenannten ketogenen Diäten vor allem Fett und Eiweiß auf dem Speiseplan. Die beiden Stoffe sollen nicht nur den Blutzuckerspiegel (Insulin) senken, Eiweiß ist auch wichtig für den Muskelaufbau. Zudem wird durch Eiweiß schneller ein Sättigungsgefühl erreicht, das länger anhält. Die geringere Insulinproduktion durch den Verzicht auf Kohlenhydrate soll die Zellen weniger Fett speichern lassen, wodurch der Körper an Gewicht verlieren soll.

Der Körper "ernährt" sich von Fettreserven

Die Grundidee der Low-Carb-Diäten: Der (übermäßige) Genuss von Pasta, Brot, Mehl, Zucker oder auch Kartoffeln führt zu einem erhöhten Insulinspiegel im Blut. Dieser erhöhte Insulinspiegel bremst nicht nur den Fettabbau. Viel schlimmer! Er wandelt die aufgenommenen Kohlenhydrate zusätzlich zu Fetten um und speichert diese. Außerdem ist ein erhöhter Insulinspiegel auch für die gefürchteten Heißhunger-Attacken verantwortlich, die wiederum dazu führen, dass wir zu Brot, Keksen und Co. greifen. Genau diesen Teufelskreis soll eine Low-Carb-Diät unterbinden, in dem sie weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet. Dadurch muss sich der Körper eine andere Energiequelle suchen und "ernährt" sich somit von den Fettreserven. Und damit purzeln auch die Pfunde.

Die einzelnen Low-Carb-Diäten unterscheiden sich zum Teil stark voneinander, manche binden Kohlenhydrate mit ein, manche verbieten sie komplett. Der dauerhafte und komplette Verzicht auf Kohlenhydrate führt allerdings nicht zum gewünschten Abnehm-Effekt. "Es wäre der falsche Weg, komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten, denn der Körper braucht Energie", bestätigt Ernährungswissenschaftlerin Anja Corvin. Problem: Wenn der Körper nicht auf vorhandene Energie zurückgreifen kann, wandelt er Muskeln in Kohlenhydrate um und baut sie zur Energiegewinnung ab.

Eine gemäßigte Form der Low-Carb-Diät, wie zum Beispiel nach Atkins, erlaubt immerhin einen Kohlenhydratanteil von 30 bis 40 Prozent und ist somit super dafür geeignet, den Abnehm-Erfolg langfristig zu halten. Ein moderater Verzicht auf Kohlenhydrate eignet sich außerdem besonders gut für Diabetiker. Wer allerdings mit Nierenproblemen zu kämpfen hat, sollte von dieser Abnehm-Form die Finger lassen. Wer nur sehr schwer auf Pasta und Co. verzichten kann, für den gibt es auf dem Diät-Markt jedoch noch andere Diät-Formen, die wirklich halten, was sie versprechen.

Sie wissen nicht, welches die richtige Diät für Sie ist? Unser Diät-Typ-Test verrät Ihnen, mit welcher Diät SIE am besten dauerhaft abnehmen.