Kommen Sie so schneller an Ihr Geld?

Immer mehr Haushalte erhalten Wohngeld: Mieterbund für vorläufige Bescheide

Antrag auf Wohngeld
Seit 1. Januar sollen mehr Haushalte mit Wohngeld entlastet werden - gehören Sie auch dazu?
deutsche presse agentur

Seit dem 1. Januar werden mehr Haushalte mit Wohngeld entlastet. Vereinfachte Anträge sollen dafür sorgen, dass das Wohngeld schnell fließt – in der Realität sieht das allerdings anders aus.

Die Anträge umfassen mehrere Seiten und zudem müssen Antragssteller mehrere Monate auf die Auszahlung warten. Zur Verkürzung dieser Wartezeit schlägt der Mieterbund nun vorläufige Wohngeld-Bescheide vor. Ob Sie auch antragsberechtigt sind und wie das vereinfachte Antragsverfahren funktioniert, lesen Sie hier.

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Mieterbund: vorläufige Bescheide für schnellere Auszahlung

Der Mieterbund hat die Wohngeldstellen angesichts erwarteter mehrmonatiger Wartezeiten zur verstärkten Ausstellung vorläufiger Bescheide aufgefordert. „Die ohnehin langen Wartezeiten werden bei mehr Berechtigten noch länger, als sie ohnehin schon sind“, sagte Präsident Lukas Siebenkotten dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wichtig wäre es, von der Möglichkeit vorläufiger Bescheide Gebrauch zu machen, die zu schneller Auszahlung nach überschlägiger Prüfung führt.“ Die Betroffenen bräuchten sofort Unterstützung.

Seit dem Jahreswechsel sollen mehr Haushalte mit Wohngeld entlastet werden. Wohngeld kann beantragen, wer zwar keine Sozialleistungen bezieht, trotzdem aber wenig Geld hat. Vereinfachte Anträge sollen dafür sorgen, dass das Wohngeld schnell fließt. In Berlin zum Beispiel umfasst allerdings allein das Hauptformular acht eng bedruckte Seiten. Erforderlich sind detaillierte Angaben zu Einkommen und Vermögen aller Mitglieder eines Haushalts.

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370 Euro monatlich sind drin

„Nach den ersten Tagen lässt sich - wie erwartet - ein enormer Aufwuchs an Wohngeldanträgen feststellen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem RND. Einige Stellen berichteten von doppelt so vielen Anträgen. Der Städtetag erwartet eine Entspannung erst im Frühjahr. „In vielen Wohngeldstellen stapeln sich jetzt die Anträge. Für die rasche Bearbeitung fehlt Personal“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy.

Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hatte angesichts befürchteter Verzögerungen bei der Auszahlung des Wohngelds weitere Hilfe für die Kommunen zugesagt. Zu den bisher 600.000 Wohngeld-Haushalten sollen bis zu 1,4 Millionen dazukommen. Der staatliche Zuschuss wird um durchschnittlich 190 Euro im Monat aufgestockt. Damit erhalten die berechtigten Haushalte im Schnitt rund 370 Euro monatlich.

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