Geld ist ausschließlich für die Tiere gedacht

Tierisch spendabel! Kölnerin (96) vererbt dem Kölner Zoo 26 Millionen Dollar!

Elizabeth Reichert (r) und Zoo-Vorstand Christopher Landsberg
Elizabeth Reichert (r.) und Zoo-Vorstand Christopher Landsberg. Reichert hat dem Kölner Zoo nach ihrem Tod 26 Millionen US-Dollar vermacht.
Kölner Zoo

von Jessica Bürger

Ein Geldsegen aus den USA für den Kölner Zoo: Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wandern Elizabeth Reichert (†96) und ihr Ehemann Arnulf in die USA aus. Doch ihre Heimat Köln bleibt ihnen immer in Erinnerung und so beschließen Reicherts schon früh, den Zoo in ihr Erbe aufzunehmen. Auf die Tiere dort wartet nun ein richtiger Geldsegen.

Reichert ist schon länger Teil des Kölner Zoos

Im Kölner Zoo erinnert bereits das Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus an das Ehepaar. Seit 2021 ist das für Besucher eröffnet, hier hängen unter anderem auch die Faultiere Jumi und Perez ab, flattern exotische Vögel durch die Äste und springen Affen von Baum zu Baum. Schon damals existiert die Reichert-Stiftung, in die das Erbe des Paares einfließt. Das wird 2017 noch auf 22 Millionen Euro geschätzt. Mittlerweile ist jedoch bekannt: Die Summe liegt etwas darüber bei knapp 24,5 Millionen Euro. Seit Elizabeth Reicherts Tod Anfang 2022 gehört das nun offiziell dem Zoo. Das Paar habe damit „möglichst vielen Menschen im Rheinland langfristig Nutzen bringen wollen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kölner Zoos.

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Der Zoo könnte jedes Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro bekommen

„Wir bekommen das Geld nicht auf einen Schlag“, erklärt Christopher Landsberg, Vorstand des Kölner Zoos, gegenüber RTL. Da das Geld in eine Stiftung eingebracht werde und Teil eines Aktiendepots sei, erhalte der Zoo jährlich eine Teilauszahlung, – eine sogenannte Dividendenausschüttung. Je nachdem, wie sich die Kapitalmärkte in den USA jedoch entwickeln, können die ausgezahlten Summen dann stark variieren. Für 2022 habe der Zoo so eine Summe von über 700.000 US-Dollar bekommen, für die kommenden Jahre könne die auf bis zu 1,5 Millionen Euro ansteigen. Heißt: „Die volle Ertragskraft der Stiftung entfaltet sich in den kommenden Jahren“, so Landsberg in der Pressemitteilung. Solange der Zoo existiere, solange werde auch Geld aus der Stiftung fließen.

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Erdmännchen-Nachwuchs Kölner Zoo
01:06 min
Kölner Zoo
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Die erste Auszahlung fließt ins Nashorngehege

Das Geld der Stiftung soll auf Wunsch von Reichert ausschließlich „för de Dierche“ verwendet werden oder für die „tierhalterische Weiterentwicklung des Zoos“, wie Landsberg es ausdrückt. Eben an all die Vierbeiner, gefiederten Freunde, Wassertiere und was sich sonst noch so im Zoo tummelt. „Das Geld wird in neue Gehege und Tieranlagen fließen“, sagt er. Die Summe von 2022 sei bereits verplant für die neue Nashornanlage.