2.00 Euro gefordert

Wucherpreis für vermeintlichen Kammerjäger-Einsatz  

06. Mai 2021 - 18:45 Uhr

Weil sie nachts in ihrer Wohnung in Mönchengladbach Ratten bemerkte, rief Sarah Gertz einen Kammerjäger.

Vermittelt über einen Online-Notdienst. Nachts gegen 1.30 Uhr standen zwei vermeintliche Rattenfänger wohl dann in ihrer Wohnung und haben angeblich Fallen aufgestellt. Für ihre Arbeit sollen sie 2.000 Euro verlangt haben. Nachdem die beiden Männer sie wohl unter Druck gesetzt haben, hat die 30-Jährige die Hälfte der verlangten Summe per EC-Karte direkt bezahlt. Für den nächsten Tag verabredete sie sich mit einem der Männer, um den Rest in bar nachzureichen. Das ging anders aus als die mutmaßlichen Abzocker gedacht haben.

In die Falle getappt

Der jungen Frau waren die Männer komisch vorgekommen, deren Arbeit erschien Sarah Gertz unprofessionell. Am nächsten Tag schaltete sie die Polizei Mönchengladbach ein. Die war dann beim vorher verabredeten Treffen mit dem vermeintlichen Rattenfänger dabei – konnte ihn vor Ort stellen und erstattete Anzeige. Sich vor Betrug zu schützen ist schwierig, sagt eine Polizeisprecherin heute. Aber: "Wenn einem etwas komisch vorkommt oder wie jetzt auch in diesem Fall das Preis -Leistungs- Verhältnis doch irgendwie utopisch erscheint, ist es immer ratsam nicht aus falscher Scham nichts zu sagen, sondern die Polizei einzuschalten und sich da entsprechenden Rat zu holen." Auch wenn Sarah Gertz wohl im zweiten Schritt richtig handelte: Die überwiesenen 1.000 Euro sind erstmal weg.